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CD-Reviews :: Index: 'T' :: THIS OR THE A ....

THIS OR THE APOCALYPSE

DEAD YEARS (42:45 min.)

LIFEFORCE /
"Haunt What´s Left" war ein vertracktes Metalcore-Album auf verdammt hohem Niveau und es blieb abzuwarten, ob die Amis mit ihrem insgesamt vierten Album da noch eine Schüppe nachlegen konnten. "Dead Years" ist bereits das dritte Album bei Lifeforce-Records, nachdem das Debüt namens "Sentinels" damals noch in Eigenregie erschien und es hat den Anschein, als ob die Konstanz beim Label auch für Konstanz bei der bislang absolut überragenden Qualitätsstufe sorgt, denn die aktuelle Scheibe braucht sich hinter dem brachialen und hochkarätigen Vorgänger nicht zu verstecken. Noch immer sind TOTA technisch absolut über jeden Zweifel erhaben und spielen nicht einfach "nur" Metalcore, sondern agieren immer wieder an der Grenze zum Mathcore, so komplex und vielschichtig sind die einzelnen Songs zuweilen. Natürlich fehlen auch typisch emotionale Schmachtbomben mit Klargesang im Stile von As I Lay Dying nicht, wie etwa "In Wolves", aber zum Glück bleiben solche Momente eher selten und man konzentriert sich - wie auch zuvor - darauf, die überragenden Fähigkeiten der einzelnen Bandmitglieder, insbesondere die der beiden Gitarristen, in Szene zu setzen. Aber egal, wie gut das Instrumental-Quartett auch sein mag, Sänger Rick Armellino ist noch besser. Auf "Dead Years" klingt er so intensiv wie noch nie zuvor, ganz gleich in welcher Stimmungslage sich der Song gerade auch bewegen mag. Armellino krönt jeden Part, ob brutal oder emotional, mit einer an Intensität kaum zu überbietenden Darstellung, die nur mit "großartig" zu bezeichnen ist. Die vielleicht beste Leistung bietet das ganze Pennsylvania-Quintett auf "Hate The Ones You Love", bei dem wirklich jeder gefühlsmäßige Zustand ausgelotet und vertont wurde. 3:57 min voller Leidenschaft, Verzweiflung, Wut und Pathos, mit Breakdowns, mehrstimmigem Gesang, Growls und Sprechgesang . Und mit dem mit druckvollen Gangshouts aufgebohrten "You Own No One But You" geht es direkt auf ähnlich hohem Niveau weiter, selbst der kitschige - und zum Glück recht kurze - Mittelpart kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass TOTA hierzulande eigentlich noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen im Vergleich zu manch anderen, komplett uninspirierten Zeitgenossen. Die bei "Haunt What´s Left" noch hinter vorgehaltener Hand geäußerte Befürchtung, man würde sich vielleicht in Zukunft zu sehr in Richtung Massenmarkt orientieren, kann nach dem Genuss des mitunter recht schwer im Magen liegenden, aber zu jeder Sekunde genussvollen "Dead Years" zumindest zu den Akten gelegt werden, denn die zehn neuen Stücke sind ein Beweis dafür, dass man sich bei TOTA nur auf eins konzentiert, und das ist: technisch hochkarätigen, über jeden Zweifel erhabenen Metalcore zu spielen. Punkt!
8/10 - CW.


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