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CD-Reviews :: Index: 'T' :: THRESHOLD

THRESHOLD

MARCH OF PROGRESS (75:40 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
THRESHOLD-Fans mussten lange ausharren, denn "Dead Reckoning" hat mittlerweile auch schon fünf Jahre auf dem Buckel. Doch es war nicht nur eine kreative Pause, die für die lange Auszeit verantwortlich war, denn vor etwas über einem Jahr verstarb auch noch Sänger Andrew McDermott an Nierenversagen, was nicht nur für die Band ein großer Rückschlag gewesen ist. Immerhin hat Andrew fünf Alben für THRESHOLD eingesungen und ist für mich ein hervorragender Sänger mit einer sehr speziellen Klangfarbe gewesen. Bei der Suche nach einem neuen Sänger trafen sich alte Bekannte, denn Damian Wilson hat diesen Part übernommen und bereits auf zwei Alben bewiesen, dass auch er gut zu den Briten passt. Neben dieser gravierenden Änderung stellt sich dann eigentlich nur noch die Frage, inwieweit sich "March Of Progress" von "Dead Reckoning", das in meinen Ohren mit einer wohltuenden Härte ausgestattet ist und einige starke Songs an Bord hat, unterscheidet. Der Opener ’Ashes’ startet mit aggressiv-sägenden Gitarren und lässt noch keine großen Unterschiede erkennen. Im weiteren Verlauf nimmt der Song dann aber einen wesentlich progressiveren Verlauf und deutet damit bereits an, dass die musikalische Ausrichtung von ’March Of Progress’ (der Titel des Albums leitet sich übrigens aus einer Textzeile des Openers ab) einen anderen Weg beschreiten wird. Bereits der nächste Track ’Return Of The Thought Police’ betont die Eingängigkeit, die sich in den folgenden Songs als steter Wegbegleiter fortsetzt. ’Staring At The Sun’ ist der vorab veröffentlichte Appetithappen, der bei mir zwangsläufig die größte Rotation erfahren und sich nach und nach immer tiefer in die Gehörgänge gefräst hat. Der Song ist für mich ein klassisches Beispiel dafür, welche Kraft eine Komposition mit der Zeit entwickeln kann. Dieses Potenzial ist grundsätzlich mit dem Material von THRESHOLD verbunden und auch "March Of Progress“ hat diese besonderen Nummern, die nach und nach eine spezielle Wirkung entfalten. Songs wie ’That’s Why We Came’ zünden zum Beispiel aufgrund ihrer hymnischen Aufmachung sofort, andere wirken eher unscheinbarer und spielen ihre Stärke erst nach und nach aus und belegen, dass man diese Art Musik nicht nebenher „konsumiert“, sondern erleben und einwirken lassen muss. Fazit? Weniger auf Härte getrimmt (die typischen Bratriffs des Vorgängers hat man deutlich zurückgefahren), ein größerer melodischer Fokus mit progressiver(er) Betonung und Spielzeit je Song, dennoch schnörkellos und straight. Hinzu kommen die für THRESHOLD typischen Trademarks wie Eingängigkeit und die luftig-leicht arrangierten Songs, so dass man sich immer wieder fragt, wie es den Briten gelingt, derart spielerisch Großartiges zu kreieren. Es gibt einige Parallelen, aber dennoch reichlich Unterschiede zum Vorgängeralbum, so dass Fans auf eine große Entdeckungsreise gehen können, um sich schlussendlich begeistern und verzücken zu lassen. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass das Digi mit ’Divinity’ als Bonustrack daherkommt (wurde auch in der obigen Spielzeit mit eingerechnet). Pete Morten hat in den dazu gehörigen Lyrics seine Gefühlswelt, als er zur Band stieß, verarbeitet, so dass "March Of Progress“ natürlich auch ein Album mit einer persönlichen Note ist. Jetzt warten wir noch auf aktuelle Tourdaten, denn bislang wissen wir nur, dass THRESHOLD auf dem Rock Hard Festival 2013 auftreten werden.
9/10 - RB.


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