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CD-Reviews :: Index: 'P' :: PANDEMONIUM

PANDEMONIUM

MISANTHROPY (41:30 min.)

GODZ OF WAR /
Die Polen sind schon seit geraumer Zeit, genauer gesagt seit 20 Jahren, mehr oder weniger im osteuropäischen Extrem-Metal-Underground aktiv und bringen mit „Misanthropy“ ihr bereits elftes Werk heraus, wenn man die Scheiben unter dem alten Namen „Domain“ einmal mit einberechnet. In all den Jahren hat man den eigenen Black-trifft-auf-düsteren-Death-Metal-Stil kontinuierlich weiter verfeinert und liefert mit „Misanthropy“ ein Glanzstück des schwarzen Stahls ab, welches aber nur selten purer, unbeherrschter Zorn ist (wie etwa die Doublebass-Orgie „Everlasting Opposition“), sondern zumeist mit Melodien punktet, mit intelligenten Songstrukturen und einer düsteren Aura, die aber nicht durch Synthies oder klassische Instrumente hervorgerufen wird, sondern einzig und alleine ein Werk der vier Herren mit Namen Paul (Gitarre und Gesang), Mark (Gitarre), Michael (Bass) und Simon (Schlagzeug) ist. Chapeau, meine Herren! Die acht Songs sind allesamt zwischen vier und knapp über sechs Minuten lang und wissen durch ihre ständigen Tempowechsel zu gefallen, die mit jeder stilistischen Veränderung auch einen atmosphärischen Wandel mit sich bringen. Die düsteren Texte sind meistens in Englisch gehalten, nur beim letzten, dem titelgebenden Track, traut man sich, in der Heimatsprache zu singen oder besser zu growlen. Hier wäre ganz generell im Musikbusiness ein wenig mehr Mut wünschenswert, aber mit zumindest einem anderssprachigen Song wird zumindest der Vielfalt ein wenig Genüge getan. Die gibt´s auch im Gesangsbereich. Zum Großteil knurrt und growlt sich Paul durch die 8 Stücke, aber dann und wann verfällt er auch in typisches Black Metal-Gekeife, was die Scheibe in Punkto Aggressivität auf jeden Fall aufwertet. Und bei dem von einem unheilvollen Gewitter eingeläuteten „Stones Are Eternal“ kommt auch noch eine Sängerin hinzu (Androniki Skoula), die den Song noch bedrohlicher, noch unheilvoller, noch unwirklicher wirken lässt. Pandemonium fahren hier das ganze Buffet an Zutaten auf, um auch ohne künstliche Effekte eine unglaublich packende Stimmung zu erzeugen und fallen damit noch nicht einmal auf die Nase. Wer den oben genannten Zutaten etwas abgewinnen kann, für den stellt „Misanthropy“ eine schier unergründliche Fundgrube an erstklassigen Einfällen dar. So muss der Untergrund klingen!
8/10 - CW.


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