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CD-Reviews :: Index: 'V' :: VINUM SABBATU ....

VINUM SABBATUM

SONGS FROM THE CONVENT (42:39 min.)

NORTHERN SILENCE / SOULFOOD
Ein Blick aufs Cover genügt, um die Stoßrichtung dieses - Altbewährtes aufwärmenden - 7-Trackers zu erkennen und zu wissen, dass die Finnen bei der momentanen Gemengelage im Metal-Underground nicht viel falsch gemacht haben. Allerdings bieten die schlüpfrigen Liedchen aus dem Kloster auch zur Abwechslung mal ausreichend Klasse, um (nicht nur) Jünger gediegener 70ies-Klänge bei der Stange zu halten (huch!). Dies liegt nicht zuletzt an Frontmann Janne Salo, dessen nicht selten an den jungen Gillan (dessen Klasse er natürlich nicht erreicht) gemahnendes Organ die Sänger(innen) der allermeisten ähnlich gelagerten Acts alt aussehen lässt. Überhaupt sorgen auch die heute bei aller Wilderei im Repertoire der großen Bands aus dem Jahrzehnt der Schlaghose nicht wirklich üblichen Deep Purple-Reminiszenzen für Entzücken. Kongenial werden diese (in Form eines coolen „Black Night“-Gedächtnisgrooves) etwa im Smasher „Demon Dance“ mit schweren Sabbath-Gitarrensalven verknüpft; Ken Hensley (eher als Jon Lord)-Liebhaber werden bei diesem Song auch auf ihre Kosten kommen. Überhaupt verleihen die schrägen Orgelklänge dem Album zusätzliche Tiefe, da sie nicht zum Selbstzweck vor sich hin dudeln, sondern die Riffs kontrastreich untermalen („Sinister Woman“) – oder umgekehrt („Witch Woman“). Die deutliche Doomschlagseite des Materials wird immer wieder durch knackige, tanzbare Facetten aufgelockert („Sunrise of Tomorrow“). Vinum Sabbatum klingen abwechslungsreich und erfreulich ungekünstelt nach den güldenen 70ern, was auch durch die natürlich-basische, aber keineswegs undifferenzierte Produktion unterstrichen wird. Sie erfinden das Rad so mitnichten neu, beweisen aber, dass man auch auf alten Schlappen noch flott unterwegs sein kann. Wer auf Blood Ceremony, Jex Thoth oder aber Orchid steht, sollte das Teilchen dringend anchecken. Charmant.
7,5/10 - PM. (Gastautor)


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