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CD-Reviews :: Index: 'L' :: LAMB OF GOD

LAMB OF GOD

RESOLUTION (57:19 min.)

ROADRUNNER /
Lange hat man die Fangemeinde warten lassen. 2009 war das letzte Lebenszeichen der Amis zu hören, seitdem kam nichts wirklich Neues mehr nach und die hungernde Fangemeinde dürfte sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet haben, bis zu dem man sich mit halbgaren Kopien über Wasser halten musste. 2012 erscheint nun endlich mit „Resolution“ das siebte Album von Lamb Of God (wenn man das erste Album - damals noch unter den Namen „Burn The Priest“ - mitzählt), welches wohl alle Anhänger der Band wieder mehr als zufrieden stellen dürfte und mit dem man zeigt, dass man immer noch die Krone auf hat. Man hat sich kontinuierlich weiter entwickelt und die eigenen Grenzen stets neu ausgetestet, ohne sich dabei zu verbiegen oder zu verleugnen, und da man auch seit Jahren mit einem stabilen Line-Up gesegnet ist (was ja beileibe nicht Standard ist), klingt „Resolution“ nicht nur kraftvoll und wuchtig, sondern auch in sich stimmig und konsistent. Versuche den Stil der Band zu kategorisieren gab es ja schon viele, aber auf ihrem neuesten Werk beweisen sie wieder einmal, dass derlei Ansätze zumeist zum Scheitern verurteilt sind. Pantera trifft auf Machine Head, Thrash Metal auf American Heavy Metal und beim Opener „Straight For The Sun“ klebt die Musik förmlich an der Box, wie man es sonst nur von Doomkapellen kennt. Lamb Of God sind allesamt fähige, technisch versierte Musiker vor dem Herrn und wirken im Zusammenspiel wie eine gut geölte Maschine, die jeden Widerstand unbeirrbar niederwalzt. Insbesondere was Chris Adler am Schlagzeug fabriziert, ist immer wieder ein absoluter Genuss und nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken, dass Songs wie „The Undertow“ oder „Invictus“ förmlich eine Schneise ins Gehör schlagen. Trotz aller Tempoverschiebungen und –wechsel hat die Platte einen mörderischen Groove, dem zu widerstehen ein etwa so erfolgreiches Unterfangen sein dürfte, wie der Versuch einen Asteroiden mit den Zähnen zu bremsen. Das kann nur ins Auge gehen und so lässt man sich am besten einfach mitreißen. Mitreißen von Randy Blythes unerreichtem Gebrüll und einigen famosen Gitarrenkunststückchen seiner beiden Mitstreiter Mark Morton und Will Adler, mitreißen von einem herrlich druckvollen Bass und von Songs, die trotz der eigentlich sattsam bekannten Zutaten immer wieder überraschen können. Der Höhepunkt in Sachen Überraschung ist dabei sicherlich der Schlusssong, „King Me“, bei dem die Band völlig unerwartete, episch-orchestrale Züge zeigt, die ihnen zumindest in sparsamer Dosierung erstaunlich gut zu Gesicht stehen. Insgesamt ist „Resolution“ ein Album, welches alle alten Fans der Band mehr als zufrieden stellt und ihnen auch einige neue bescheren dürfte. Und was kann sich eine Band für ein derart persönliches und wichtiges Album mehr wünschen?
9/10 - CW.


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