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CD-Reviews :: Index: 'F' :: FORGOTTEN HOR ....

FORGOTTEN HORROR

THE SERPENT CREATION (35:22 min.)

WOODCUT /
Garstig, garstig, was die drei Nordmänner von Forgotten Horror auf ihrem Erstlingswerk da so präsentieren. Tuomas Karhunen (Gesang und Gitarren), Corpse (Bass) und Kassara (Schlagzeug) haben sich fast zwei Jahre Zeit damit gelassen, ihr Black/Thrash-Metal-Monster auf die Menschheit loszulassen und fest steht, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Wie es für Skandinavien so üblich ist, knistert es an allen Enden und Ecken vor klirrender Kälte, die insbesondere in den schwarzmetallischeren Momenten zum Tragen kommt. Frontmann Tuomas keift und brüllt dabei wie der Leibhaftige und vermittelt einem das Gefühl von einem Rudel hungriger Wölfe durch einen schneebedeckten Wald gejagt zu werden. Verstärkt wird die unheimliche Atmosphäre noch durch die beinahe ausnahmslos religiösen bzw. spirituellen Texte auf „The Serpent Creation“. Frei nach Nietzsche heißt es hier zwar „Gott ist tot“, aber dafür werden beinahe sämtliche übrigen Gottheiten, die Tod und/oder Verderben repräsentieren, angepriesen: von der schlangenköpfigen, aztekischen Erd- und Todesgöttin Coatlicue (welche auch auf dem Cover verewigt wurde) über die bildhübsche Parvati, die im Hinduismus sowohl als Mutter als auch als Zerstörung (Kali) in Erscheinung tritt, bis hin zu den bekannteren europäischen Gestalten Liliths, Samaels und Satans. Es scheint, als wollten die Drei sämtliche Heerscharen der Hölle heraufbeschwören, um sicherzustellen, dass die Welt in den Abgrund gerissen wird. Den passenden Soundtrack dazu gibt´s auf „The Serpent Creation“ auf jeden Fall schon mal. Das Aggressivitätslevel wird beinahe durchweg hoch gehalten und selbst wenn das Tempo einmal gedrosselt wird, wie bei dem stampfenden „For Thy Crimson Glory“, wirken die Songs durch den ständigen Einsatz der Double-Bass und den krassen Gesang nie harmlos. Forgotten Horror schaffen es so in der Tat, über die gesamte Distanz ein frostig-funkelndes, schwarzes Prunkstück abzuliefern, was durch die Thrash-Einlagen noch ein wenig mehr Leben und Abwechslung eingehaucht bekommt, und für all diejenigen interessant ist, denen etwa das jüngste Werk von Byfrost gefallen hat oder die Deathchain zu ihren Favoriten zählen.
8/10 - CW.


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