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CD-Reviews :: Index: 'K' :: KNEIPENTERROR ....

KNEIPENTERRORISTEN

DAS JÜNGSTE GERICHT (45:34 min.)

REMEDY /
Deutsch-Rock im Stile der Onkelz erlebt seit einiger Zeit einen schwunghaften Aufstieg. Bands wie Kärbholz, Wilde Jungs oder Frei.Wild nennen die Frankfurter ganz offen als musikalische Vorbilder und schaffen es mit ihren neuen Alben teilweise auch in die vorderen Ränge der Verkaufs-Charts einzusteigen. Eine der Bands (der ersten Stunde) dieses Genres sind die Kneipenterroristen, welche seit 1998 unterwegs sind und ursprünglich als reine Onkelz-Cover-Band auftraten, bevor man sich dazu entschloss auch mal selbst Hand an Songs anzulegen, wenngleich auch stets in stilistischer Nähe zu den Idolen. Auf ihrem neuesten Werk namens "Das Jüngste Gericht" hat man denn auch 13 (bzw. 15 im Falle des limitierten Digi-Packs) Stücke verewigt, die sich nach wie vor im Fahrwasser von Stefan Weidner und Co. bewegen und an die "Heilige Lieder"-Phase der Hessen erinnern. Zumindest in den besseren Momenten. Denn leider können nicht alle Songs die Qualität des Titeltracks "Das jüngste Gericht" oder des lokalpatriotischen "Wir sind ´ne Hamburger Band" halten. Gerade was die Texte angeht sollte man vielleicht nochmals überlegen, ob es beim nächsten Album nicht auch ohne Phrasen wie "Malle schafft sie alle, ob Helmut, Heidi oder Kalle" geht (Song: "Malle schafft sie alle"). Weil, ganz ehrlich: das tut schon ein wenig weh im Ohr... Das erinnert an die ebenfalls im Cover-Repertoire vorhandenen Dimple Minds, ohne aber deren Rotzigkeit und Fuck-You-Attitüde zu erreichen. Und genau hier liegt auch die Krux: für eine Asi-Punk-Band wie die Dimple Minds oder die Hannen Alks ist das Ganze teilweise zu ernsthaft, für eine pathetische Rockband wie die Onkelz aber zu flach und zu wenig seriös. Die Kneipenterroristen stehen irgendwie zwischen allen Stühlen und versuchen beide Lager gleichzeitig zu bedienen. Auch wenn die Band eine große Fanschar hinter sich weiß, die diese Mischung abfeiert: der ganz große Wurf ist "Das jüngste Gericht" im Deutschrocksektor noch nicht geworden. Da greift man im Zweifelsfall doch lieber zum Original.
6/10 - CW.


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