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CD-Reviews :: Index: 'E' :: ERADICATION

ERADICATION

DREAMS OF REALITY (39:16 min.)

SIEGE OF AMIDA /
Schon geil, was die Briten von Eradication hier auf Platte gebrannt haben. Ein richtig fieses, modernes Metal-Brett aus Thrash, schwedischem Death Metal und melodischen Iron Maiden-Gedächtnis-Gitarren, wie sie auch bei Unearth Verwendung finden. Frontmann Aston Reynolds fügt sich dabei mit seinem abartigen, tiefen Brüllen perfekt in die zerstörerische Atmosphäre ein, nur um dann einen Takt später die Tonlage zu wechseln und den Hörer mit einem heiseren Keifen zu überraschen. Solche Stimmwechsel sind zwar nicht neu, aber Reynolds führt sie mit einer solchen Leichtigkeit und einer Überzeugungskraft durch, dass sie eine wahre Wonne sind. Was der Mann am Mikro kann, können die Jungs an den Instrumenten aber schon lange und so wird man beinahe abwechselnd von fiesen Gitarrenriffs, Doublebass-Gewitter und einem pumpenden Bass an die Wand genagelt, dass es nur so kracht. Wenige Sekunden danach jedoch schieben sich, zunächst hintergründig, dann wesentlich stärker, hymnenhafte, mit einer spielerischen Leichtigkeit aufgeladene Melodien nach vorne, um für eine kurze Atempause zu sorgen, bevor das zarte Gerüst von der nächsten Saitenattacke niedergewalzt wird. Besonders perfide ist dies bei "Never Breathe Life", bei der sich Reynolds in bester Dani Filth-Manier die Kehle aus dem Leib kotzt, nur um nach etwa zwei Minuten völlig zu verstummen und den Gitarren den Raum zu überlassen, die mit sanften Klängen ein Paradies heraufbeschwören - das nur eine halbe Minute später von Reynolds Growls wie eine Seifenblase zum Platzen gebracht wird. Das ganze Album lebt von diesen Wechseln aus Hart und Zart, wobei der Aggressionslevel nie soweit absinkt, dass man "Dreams Of Reality" guten Gewissens für einen romantischen Diner-Abend mit der neuen Freundin empfehlen würde - es sei denn, sie lackiert sich auch sonst zu All Shall Perish die Fußnägel, hört zum Aufstehen Carnifex und betrachtet Neaera als Einschlafhilfe. Das klingt alles richtig schön asozial und dabei trotzdem auf hohem Niveau kompakt und in sich geschlossen. Fazit: Man muss keine lange Matte haben und auf Röhrenjeans stehen, um aus England kommend guten Metal machen zu können. NWOBHM war gestern, heute heißt´s "Dedicated to the extreme". Amtlich!
8/10 - CW.


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