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CD-Reviews :: Index: 'P' :: POSTMORTEM

POSTMORTEM

SEEDS OF DEVASTATION (45:59 min.)

WAR ANTHEM /
So schnell kann´s gehen. Eben saß ich noch auf dem Sofa und wollte mir die neue Postmortem-CD anhören und kaum drück ich die Play-Taste, klebt mein Schädel auch schon an der Wand hinter mir. Beinahe vom Fleck weg nimmt uns auf "Seeds Of Devastation" die Artillerie unter Dauerbeschuss und lässt einem eigentlich kaum einen Moment mal wirklich Zeit zum Luft holen. Lediglich das "Prelude To Devastation" und die melancholische Death Metal-Balade "Nocturnal Prayer" bieten mal eine kleine Verschnaufpause, aber ansonsten regiert hier ein Doublebass-Dauerfeuer, bei dem der Bass jeden Überlebenden niedermetzelt, der dem Schlagzeuggewitter entkommen konnte. Auf insgesamt 11 Stücken zeigen "Postmortem" abermals, dass Berlin weitaus mehr zu bieten hat als Zweitligafußball, Currywurst und Checkpoint-Charlie und es gibt wohl nur ganz, ganz wenige Bands, die noch mehr Nackenschläge auf ein Album packen können, als die Todesblei-Spezialisten aus der Hauptstadt. Alleine das unglaublich schnell schreddernde "Give Us Hate" oder die massive Dampfwalze namens "Dark New World" reichen aus, um einem den Kopf abzuschrauben. Überhaupt ist aber eigentlich fast jeder Titel ein Volltreffer in die Magengrube, egal ob "Chopped, Shredded And Grind To MeatBalls" mit seinen Death´n Roll-Riffs, "So Cold" mit seinen Hochgeschwindigkeits-Schlagzeugeinlagen oder das groovige "Blood Spangled Banner". Viel mehr "Thrashing Death Metal" geht eigentlich nicht mehr und trotz aller Aggressivität und dem scheinbaren Willen, jeden Hörer innerhalb von 45 Minuten in Grund und Boden brüllen zu wollen, lässt man dennoch nie zu, dass es zu eindimensional wird. Jeder Song, und sei er auch noch so sehr darauf aus, Vernichtung zu säen, profitiert auch von der guten, aber niemals aufdringlichen oder selbstdarstellerischen Gitarrenarbeit von Marcus Marth - und natürlich von Andy Classens wieder mal vorbildlicher Arbeit. Einfach umwerfend, was der Mann Postmortem hier für einen klaren (aber nicht klinischen) und apokalyptischen Klang verpasst hat. Für alle Fans von Bolt Thrower, End Of Days, Obituary oder ähnlich gearteten Kapellen - oder einfach für Alle, die auf Death Metal stehen - eine klare Kaufempfehlung.
9/10 - CW


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