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CD-Reviews :: Index: 'L' :: LIMBONIC ART

LIMBONIC ART

PHANTASMAGORIA (71:10 min.)

CANDLELIGHT / SOULFOOD MUSIC
Da die Songs auf „Phantasmagoria“ nicht alle gleich von Null auf Hundert gehen, könnte man beim ersten Antesten der Scheibe vorschnell zu dem Schluss kommen, es handele sich bei dem vorliegenden Black Metal Album von Limbonic Art um eine Anhäufung von Allerweltsmelodien ohne Nachdruck, die zwar solide, aber nicht so richtig einzigartig gefertigt wurden. Spätestens wenn man sich aber jene Nummer, in der der bitterböse Schwarzkuttenonkel einem sein dreckigstes, schurkenhaftestes Lachen entgegen schleudert, einverleibt, wird deutlich, erste Eindrücke können täuschen. Dieses infernale Lachen zündet, und weitere Highlights werden folgen. Auf mehr als siebzig Minuten Spielzeit finden wir geradezu ein Potpourri an atmosphärischem, frostigem, ausgefuchstem Black Metal mit viel Abwechslung in Sachen Tempo, einer starken Stimme und geilen Gitarrenriffs. Der Hang zu dominierendem Keyboardeinsatz von Alleinunterhalter Daemon lässt mich dabei stark an die alten Samael denken, vor allem auch, weil beide Formationen zum Takt gebenden Drumcomputer greifen bzw. griffen. Daemons kratzige, räudige Intonation erinnert mich zudem teilweise an Kristoffer W. Olivius (Naglfar), wobei der Norweger mitunter ein noch höheres Aggressionslevel vorweist als der Schwede. Vorsicht: bissig, schier unglaublich. Abwechslungsreich von langsam und kraftvoll bis thrashig angehaucht und mit Feuer im Arsch gehen die Riffs ins Ohr und vermitteln eine differenzierte Stimmung, die vom abgrundtiefen Höllenschlund bis in die eisigen Wälder in Norwegen alles kann. Man wird regelrecht abgeholt und auf eine unbekannte Reise mit vielen Überraschungen geschickt. Gut gemacht, das Ganze. Etwas zu viel sind mir dagegen die dominierenden Synthieeinsätze und der Klang des künstlichen Schlagzeugs, der mir wohl immer (nicht nur auf dieses Album bezogen) ein Rätsel bleiben wird. Das entzieht den Songs etwas Kraft und Stimmung und schmälert die Hörfreude. Dennoch hat Daemon gezeigt, dass er auch nach der Trennung von Morfeus genug Schneid und Können besitzt, das Projekt Limbonic Art erfolgreich alleine weiter zu führen. In diesem Sinne.
7,5/10 - CG


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