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CD-Reviews :: Index: 'E' :: EXTORIAN

EXTORIAN

TRUTH & SILKY RAGS OF CANT (63:40 min.)

ROCKWERK /
Drei Jahre nach der Eigenproduktion “Unveiled” melden sich die Münchner mit ihrem zweiten Album zurück. Inzwischen arbeitet man mit Rockwerk Records zusammen und dennoch, so scheint es, wird hier noch (fast) alles in Eigenregie erledigt. Im Vergleich zum Erstling hat sich demnach auch nicht allzu viel geändert: Extorian spielen weiter ausladenden, viel Geduld einfordernden Doom-Metal mit leichter (frühe) Solitude Aeturnus-Schlagseite (Riffing). Dabei bietet der beschwörende, düstere Gesang Heike Funkes großes Eigenständigkeitspotenzial, ein Umstand, der durch die experimentellen Songaufbauten mit Jam-Flair betont wird. Mit Ausnahme des Ruhepols „Dying Inside“ kommen sämtliche Songs jenseits der 6 Minuten-Marke ins Ziel, sodass selbst eingefleischten Doomern ob der Sperrigkeit der Songs wie bereits erwähnt einiges an Stehvermögen abverlangt wird. Denn Extorian setzen mitnichten auf vordergründige Eingängigkeit, sondern dem Bosch-Cover gemäß vielmehr auf hintergründig die Seele aufwühlende Klanggebilde. Daran ist nichts auszusetzen, aber dennoch liegt hier auch die Krux, denn leider sind die Kritikpunkte im Großen du Ganzen die selben wie vor drei Jahren: Heike schöpft das zweifellos vorhandene Potenzial ihrer Stimme nicht aus, verharrt zu oft in pathetische Stimmungen heraufbeschwörenden Tonkaskaden (es scheint, als solle der Gesang hier als weiteres Instrument fungieren), anstatt zupackende Melodielinien zu komponieren (abwechselnd in „Guardian of Man’s Fear“ zu begähnen und bewundern); zudem lässt die Phrasierung oft zu wünschen übrig („As You Are As You Were“). Auch das Riffing besitzt zu selten echten Wiedererkennungswert, schlängelt sich auch nach einigen Durchläufen nicht ins Langzeitgedächtnis. Zudem sind die Songs zu verschachtelt arrangiert, um echte Widerhaken im Ohr des Hörers auswerfen zu können. Aufhorchen lässt „Truth…“ immer dann, wenn man über den eigenen Schatten springt und sich in die Niederungen der (im Doombereich schließlich sehr eingeschränkten) Massenkompatibilität begibt – als Beispiele für die absolut vorhandenen, jedoch verstreuten Aha-Erlebnisse mögen der zweite Teil von „Paralyzed Mind“ (mit schönen Fields Of The Nephilim-Gitarren), die beschwörenden Hooks von „Down In The Shadow“ und „January“ oder das etwas flotter dahingroovende „Vale Of Wounds“ dienen. Schade eigentlich, denn hier war durchaus mehr drin als eine Wertung im Durchschnittsbereich. Doomer checken „Truth…“ natürlich trotzdem an, und zwar unter http://www.extorian.de oder http://www.myspace.com/extorian
6/10 - PM (Gastautor)


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