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CD-Reviews :: Index: 'A' :: ACCEPT

ACCEPT

BLOOD OF THE NATIONS (67:37 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
My dear Mister Singingclub, was ein Brett. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich in diesem Leben nochmals derart für ein Accept-Album würde begeistern können. Aber „Blood Of The Nations“ bietet wirklich ALLES, was das Bangerherz seit „Breaker“, „Restless & Wild“ und „Balls To The Wall“ begehrt: simple Knochenbrecherriffs en masse gepaart mit einer zielstrebigen Harmoniearbeit und knackigen Licks (göttlich: die Gitarrenarbeit im Refrain des Hits „Teutonic Terror“), eingängige, hymnische Refrains und Chöre an der Grenze zum Kitsch (beim Titeltrack übertreibt man’s allerdings ein wenig), zwingende Grooves mit Nackenstarre-Garantie, kehlige Shouts an der Toleranzgrenze. Über die diversen Fügungen des Schicksals wurde in den vergangenen Monaten in den einschlägigen Medien ausführlich berichtet, aber mit Mark Tornillo (klingt wie eine Mischung aus Udo und dem jungen Jon Oliva) haben Accept auch wirklich einen absoluten Sechser im Lotto angekreuzt: der Mann röhrt und singt in sämtlichen Lagen Töne, von denen Udo nur noch träumen kann, ist motiviert, fit und zudem ein recht souveräner Frontmann. So macht ’ne Semi-Reunion endlich mal Sinn. Es ist eine wahre Freude, zu „Rollin’ Thunder,“ „Pandemic“ oder „Bucketful Of Hate“ mal wieder so richtig die Solinger Nackenschwurbel kreisen zu lassen – das bereits erwähnte „Teutonic Terror“ ist eh ein Oberhammer vor dem Herrn. Aber auch an der klassisch inspirierten Longtrack-Front lassen die Wahl-Amerikaner nix anbrennen: „Shades of Death“ (coole Orchester-Samples) und „The Abyss“ bieten neben spannenden Songaufbauten stringente Instrumentalparts und lassen auch die nötige Eingängigkeit niemals vermissen. Mit „Kill The Pain“ noch ’ne amtliche Powerballade oben drauf, Herz wat willse mehr? Innovation war hier nicht zu erwarten und sicher auch nicht intendiert. Klar, „New World Comin’“ bedient sich dreist bei „Princess Of The Dawn“, aber gegen ein wenig Selbstbeweihräucherung ist nichts einzuwenden. Textlich ist die Chose schon eher gewagt, denn gerade der Titeltrack lässt verschieden Lesarten im Hinblick auf die Kriegseinsätze der amerikanischen Truppen zu – aber das mache ich mit mir in meinen eigenen vier Wänden aus, schließlich betreiben wir hier weder politischen Journalismus noch ’nen Poetry-Slam, sondern schreiben für ein Metal-Fanzine. Dazu ist das Ganze von Andy Sneap rasiermesserscharf produziert – es scheint, dass hier nach Exodus eine zweite Legende ihren Soundguru gefunden hat. Hoffen wir, dass auch hier weitere Streiche folgen, denn Konstanz und Szene-Credibility hat Udo Accept definitiv noch voraus.
8,5/10 - PM (Gastautor)


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