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CD-Reviews :: Index: 'U' :: URUK-HAI

URUK-HAI

BLACK BLOOD, WHITE HAND (69:32 min.)

STURMKLANG /
Tolkien schrieb einmal, allerdings über zehn Jahre nach Erscheinen der englischen Originalausgabe von Der Herr der Ringe, dass man Allegorie allzu oft mit Anwendbarkeit verwechseln würde. Die Anwendbarkeit also einer möglicherweise unglücklichen Namenswahl im Falle von Uruk Hai vor dem Hintergrund der vielen Parallelen zur Zeit, die besagter Autor tatsächlich erlebt hat, überlasse ich damit der eigenen Deutung, oder wie Tolkien – frei übersetzt – folgert: dem Ermessen des Betrachters. Amon Amarth war ja auch schon vergeben. Überhaupt bewegt sich Black Blood, White Hand recht ungebunden durch das Mittelerde-Universum, klar, angelehnt an jenes epochale Werk an sich, aber nicht bis ins letzte Detail. Die „Kapitel“ haben ihr Eigenleben, Galadriels Spiegel stammt aus dem Fantasyshop nebenan und zeigt nicht die Zukunft, sondern Covermodel Lucifera, die –wegen ihrer dunklen Haarpracht - maximal eine Halbelbin wäre, etc. Nichts für Puristen und Silmarillion-Liebhaber. Aber beim Klientel sind wir grundsätzlich schon fast richtig. Denn Black Blood, White Hand ist auf eine Weise so etwas wie der alternative Soundtrack zur Literatur, ebenso dunkel, mystisch, voller akustischer Bezüge nicht nur zum Herrn der Ringe, sondern vielleicht auch unbewusst durch die großzügige Auslegung zu dem, was einst Tolkiens mutmaßliche Vorlagen waren, die Nordische Mythologie, Edda usw. Großzügig bedient sich die Mastermind Hugin dazu an Keyboardklängen und Samples und entwirft ein cineastisches Portrait einer neuen Epik über eine richtungweisende Geschichte, von der viele Leute mehr glauben als wissen, worum es nun wirklich geht. Viele, viele Details. Am Ende bildet diese Platte jedenfalls die richtige Untermahlung für ein interaktives Geschichtenerzählen zwischen W4 und W100 und irgendwie einen Begleiter zum Lebensmotto der Ents: (nur) „nicht so hastig“.
7/10 - MG


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