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CD-Reviews :: Index: 'W' :: WHITE PULP

WHITE PULP

LOST INC (58:55 min.)

ECHOZONE / INTERGROOVE
Nachdem das Debüt noch sehr geprägt von Einflüssen wie Marilyn Manson oder Nine Inch Nails geprägt war liegt mit „Lost Inc.“ der zweite Silberling der Italiener vor. Man konnte sich zwar mehr von den oben genannten Einflüssen lösen, hat sich dafür aber auch fast aus der melodischen Industrial-Rock-Szene verabschiedet. Der Opener „Malediction“ ist noch nach alter Tradition und geht nach vorne, hat aber schon an Härte im Vergleich zu den Songs auf dem Debüt verloren, ebenso wie das folgende „Lost Inc.“. Danach traut man seinen Ohren kaum, Elektropop und dieser ist noch nicht einmal überzeugend. „Just Like Me“ oder das später folgende „Run Into“ sind einfache 0815-Songs die man schon tausendmal gehört hat. Dazwischen ertönt die Coverversion des Tears For Fears Hits „Mad World“, die zwar rockig und deutlich schneller als das Original ist, aber nicht so wirklich überzeugen kann. „All My Needs Gone“ und „A Live In Everyone“ bestechen zwar durch melodische Eingängigkeit, sind aber auch irgendwie nichts sagend und haben nichts mehr mit dem Debütalbum „Ashamed of Yourself“ aus dem Jahre 2008 gemein. Es scheint, als spiele hier eine komplett andere Band. Ein Lichtblick bietet dann wieder „Death In The Afternoon“, wo krachende Gitarren auf Noise-Elemente treffen auch wen das Tempo eher gemäßigt ist. „Straight To Your Head“ geht auch wieder eher in die Industrial-Rock Richtung bevor mit „S.T.F.U.“ endlich ein Song auftaucht, der auch auf dem Debüt hätte sein können. Auch einen Instrumentalsong haben White Pulp mit im Programm mit „Unless You Are Not A Slut“, der allerdings ziemlich merkwürdig klingt und vielleicht als Intro in einen anderen Song besser gedient hätte. Auf einer Kuschelrock-CD hätte dann auch „Misunderstood Sweetness“ seinen Platz finden können so ruhig und einfach wie er ist. Schade, hatte ich mir doch nach dem so viel versprechendem Debüt mehr von White Pulp erhofft. Heraus reißen das Album allerdings die letzten drei Songs. White Pulp haben dort als Bonus noch drei Akustikversionen von Songs ihre Debüts als Abschluss der CD aufgenommen. Komischerweise überzeugen diese Songs auf ganzer Linie auch im akustischen Gewand. Hier sieht man das wirkliche Potential der Band, was nicht unbedingt im radiotauglichen Bereich liegt, denn dafür sind die Elektropopsongs zu belanglos ausgefallen. Somit ist der zweite Silberling eher durchwachsen, denn es bietet sich trotz der guten Produktion weder für die Elektropop-Fans noch für die Industrial-Rock-Fans ein durchgehend guter Ohrenschmaus.
6/10 - SSO


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