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CD-Reviews :: Index: 'T' :: THE KORDZ

THE KORDZ

BEAUTY & THE EAST (63:43 min.)

MASS RECORDS / UMI MUSIC
Es dürfte etwas verfrüht sein sich im ersten Quartal bereits auf einen sicheren Kandidaten der persönlichen Jahres-Top10 festzulegen, aber ein überragendes Werk wie „Beauty & The East“, das kongenial betitelte Debüt der libanesischen Heavy-Rocker The Kordz, zählt definitiv bereits jetzt zu meinen musikalischen Favoriten 2010. Aus einem mächtig überzeugenden 16-Tracker, bei welchem lediglich „Again“ und „Nic-o-Teen“ als leichte qualitative Durchhänger zu bezeichnen sind, ragen vor allem noch „Deeper In“ (DER Hit der Scheibe und ein tolles Beispiel, wie man aus zwei Akkorden einen genialen Refrain schrauben kann), die melodramatische (Semi-) Ballade „Save Us“, „Last Call“ (mit schickem Chorus und einschmeichelnder arabischer Tonfolge) sowie die sehr Tea Party-affinen „Insomnia Kid“ und „The End“ heraus, die mit ihren mitreißenden Grooves, den orientalischen Beigaben und dezenter Orchestrierung auch auf „The Interzone Mantras“ ein gute Figur abgegeben hätten. Passender Weise haben Sänger Moe Hamzeh, Keyboarder Mazen Siblini und Gitarrist Nadim Sioufi niemand Geringeren als The Tea Party-Wundertrommler Jeff Burrows für die Studioarbeit, die sowohl im Libanon als auch in Kanada und den USA unter der Regie von Produzent Ulrich Wild (u.a Deftones, White Zombie und Static X) stattfand, verpflichten können. Burrows verleiht den exquisiten Kompositionen mit seinem gewohnt filigranen, aber dennoch extrem Bauch-lastigen Power-Drumming jedenfalls die perfekte rhythmische Basis. Musikalisch lassen sich The Kordz am ehesten als formidable Mischung aus Heavy- und Alternative-Rock bezeichnen, wobei diese satt rockende, aber immer smarte Mixtur mit diversen Skalen und Melodien aus dem kulturellen Dunstkreis des Trios ausstaffiert wird, was The Kordz eine ungemein authentische, eigenständig folkloristische Färbung verleiht. Als jammten Tea Partys Jeff Martin und Jerry Cantrell (Alice In Chains) mit Orient-Rock-Freaks und schafften es hierbei noch eingängige Songs mit Widerhakenmelodien und Gänsehautgefühl zu kreieren. Orphaned Land, die indes gänzlich andere musikalische Ansätze verfolgen, bekommen jedenfalls massive Qualitätskonkurrenz aus orientalischen Gefilden. Dass sich die Lyrik zudem mit global ausgerichteten politischen und sozialen Themen beschäftigt sowie Werte wie Liebe und Toleranz thematisiert, macht dieses Künstlerkollektiv umso wertvoller und sympathischer. Pflichtkauf für Rock- und Metal-Gourmets!!!
http://www.umi-music.de, http://www.thekordz.com und http://www.myspace.com/thekordz
9/10 - CL


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