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CD-Reviews :: Index: 'A' :: ANGST SKVADRO ....

ANGST SKVADRON

SWEET POISON (40:29 min.)

AGONIA / TWILIGHT
Noch ungehört in den Händen haltend bricht die vom Vorgänger „Flukt“ induzierte Erwartungsgebärde das Eis zwischen mir und diesem Juwel. War Angst Skvadrons Debüt ein glückliches Experiment, das nie und nimmer ein Scale Up erleben wird? Eine abgedrehte Eintagsfliege auf dem Nährboden einer Reihe Wald-und-Wiesen-Psychotherapeutika des weltgrößten Pharmakonzerns? Währenddessen klappt mechanisch das Frontcover auf, und der Blick auf die Trackliste enthüllt zumindest formal die Fortsetzung des mit „Flukt“ eingeschlagenen Weges. Post-traumatisches Stresssyndrom heißt es dort. Abgespaced dazu der ganze Rest, das bewährte Alien Black Metal-Konzept, Wasser auf die Mühlen der Nonkonformisten, rein in den CD-Player damit. Bilder zwischen Einsamkeit und Pain´s „Shut Your Mouth“ Videoclip rauschen am geistigen Auge vorbei. Und dann dieser Sound, als ob man mit „Sweet Poison“ die erste Scheibe einfach weiter laufen lassen würde, abgefahren, eine Begegnung der dritten Art, wie sie im akustischen Bilderbuch steht, das nie geschrieben und gezeichnet werden wird und doch von Mastermind Nefas vertont wurde. Hektik bricht aus. Gibt es solch herausragende Momente wie mit „Beyond Andromeda“, einem der Songs des Jahres 2009 in meiner Bibliothek? Oh ja, es gibt sie. Die Tränen treibt es einem in die Augen. Und wenn man meint, es geht nicht mehr besser, sich sporadisch bei dem Versuch ertappend, „Dolcontine Blues“, die Nummer Drei, beschwörend zu memorieren, die folgende Nummer „Fucking Karma“ noch nicht vollends begriffen habend, dann schließt die Scheibe bereits mit dem endgenialen Titeltrack, einem Instrumental, das noch einmal die gleichen Akkorde aufgreift, die bereits auf „Flukt“ die ultimative Tristesse mehrfach kurz über null Kelvin beschworen haben. Und es hinterbleibt ein Scherbenhaufen der Entropie, der sich gegen Unendlich wieder zusammensetzen und zerfallen will. Unglaublich gut.
10/10 - MG


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