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CD-Reviews :: Index: 'A' :: AUDREY HORNE

AUDREY HORNE

SAME (50:09 min.)

INDIE / SOULFOOD
Hatte mich das durchwachsene Debüt „No Hay Banda“ noch recht kalt gelassen, so mauserten sich die Lynch-Fans mit „Le Fol“ und ihrem inspirierten Gig auf dem letzt jährigen Rock Hard-Festival zu den Helden der Stunde. Der knackige Alternative-Rock überzeugte auf dem monumentalen Zweitling durch songschreiberischen Einfallsreichtum und insbesondere eine flächendeckende Hitdichte, die heutzutage allenthalben ihresgleichen sucht. Für ihren dritten Streich bedient man sich der in letzter Zeit weit verbreiteten Einfallslosigkeit, den Bandnamen auch zum Albumtitel zu küren, wodurch man wohl anzeigen will, dass dieses Album die Essenz des Bandsounds einfängt. In etwa verhält es sich auch so; die bereits beschworene Alternative-Schublade steht nunmehr bloß noch einen Spalt offen, denn die Norweger besinnen sich ohrenscheinlich auf ihre Classic Rock-Wurzeln. Hinter luftig sich auftürmenden Gitarrenwänden darf dann schon mal frech Led Zeppelin zitiert werden („Blaze Of Ashes“), während knarzige Hammondsounds im Verbund mit durch den Marshall gejagten Retro-Gitarrensounds für Rauchschwaden durchzogene 70ies-Stimmung sorgen („Firehose“). Immer wieder münden die treibenden Grooves und Gitarrenläufe dabei in hintergründigen Hooks („Bridges And Anchors“) oder monumental-hymnischen Chören („Pitch Black Mourning“). Man spürt beinahe zu jeder Sekunde, dass hier erfahrene Musiker am Werk sind, die wissen, was sie wollen und tun müssen. Egal ob man nun geschmackvolle sechssaitige Soundtüfteleien einschiebt („Down Like Suicide“), unbeschwert die Harmonien des eigenen Hits „Threshold“ nochmals aufleben lässt („Darkdrive“) oder beinahe schon Lynyrd Skynyrd-artig drauflosrockt („Charon“): hier sitzt mit Ausnahme des etwas sperrigen „Circus“ (das denn doch einige gruftige Faith No More-Keyboards durchs Geäst wabern lässt) beinahe jedes Detail. Kurzum: „Audrey Horne“ bietet entspannt austarierten Rock für erwachsene Menschen, ohne dabei jemals uninspiriert oder zahnlos zu klingen. Danke dafür.
8,5/10 - PM (Gastautor)


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