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CD-Reviews :: Index: 'E' :: ELIS

ELIS

CATHARSIS (48:56 min.)

NAPALM RECORDS / EDEL
Berücksichtigt man den tragischen Schicksalsschlag vor drei Jahren, als Sabine Dünser an einer Gehirnblutung verstarb, hat der Albumtitel eine besondere Aussagekraft, insbesondere für die Band, die mit der Situation fertig werden und entscheiden musste, ob und wie es weitergeht. Es sollte weitergehen und folglich hatte man eine neue Sängerin gesucht, die man in Sandra Schleret gefunden hatte. In dieser Konstellation hat man jetzt das erst gemeinsame Album fertig gestellt, eben „Catharsis“, sozusagen die seelische Reinigung nach einer Tragödie. In diesem Kontext betrachtet muss ich sagen, dass der Reinigungsprozess nicht nur gelungen ist, sondern der Entwicklung der Band auch zusätzliche Impulse verleiht hat. Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv, denn „Catharsis“ ist ein Album mit Fluss, nirgendwo scheint es zu haken oder wirkt es gezwungen. Es ist ein Album mit unterschiedlichen Elementen, wobei der männliche Growlgesang einerseits und der nach meinem Empfinden höhere Metalanteil andererseits an vielen Stellen Akzente setzen. Im Kontrast dazu steht der Gesang von Sandra, der sich wohltuend in die Songs einfügt und die getroffene Wahl der Band mehr als bestätigt. Auffällig ist auch, dass der Anteil an deutschen Stücken auf zwei reduziert wurde, somit ein Trademark der Band etwas reduziert wurde. Wie diese Entwicklung weitergeht und ob man sich mit Blick auf den internationalen Musikmarkt von deutschen Stücken verabschieden wird, bleibt abzuwarten. Melodische Gitarren haben dagegen mehr Dominanz übernommen, wobei man diese Entwicklung immer in der Gesamtheit sehen muss, denn der Härtegrad hat sich parallel erhöht. Irgendwie schafft man es insgesamt, ein eingängiges Album zu kreieren, dass sogar gewisses Hitpotenzial hat, ohne offensiv in diese Richtung zu driften. Mit ‘Core Of Life‘ hat man einen schnellen Einstieg in das Album gewählt, ein schöner Song, der in seiner Aufmachung nicht unbedingt das Album repräsentiert, aber unter Berücksichtigung der dargebotenen Vielfalt eine gute Wahl darstellt. Bei aller Leichtigkeit, die dieses Album ausstrahlt, gelingt sogar eine Coverversion des Jennifer Rush Songs ‘I Come Undone‘, der mir im Original nicht unbedingt gefallen hat, in der Elis-Fassung aber gut rüberkommt. Eine Überraschung ist mit ‘Warrior’s Tale‘ gelungen, den hier konnte Michelle Darkness von End Of Green dazu gewonnen werden, seine Stimme einzubringen. Zudem hat der eher ruhig gehaltene Song mit seinem melodischen Einschlag ein gewisses Hitpotenzial. Mit ‘Rainbow‘ ist zudem eine Ballade am Start, die überzeugt und gegen Ende kraftvoll anzieht, ohne die zerbrechliche Stimmung zu stören. Die weiteren Songs, die nicht weiter Erwähnung fanden, runden ein gelungenes Album ab und sorgen dafür, das „Catharsis“ durch sein Abwechslungsreichtum und konstant hohes Niveau für mich das beste Album des zu Neige gehenden Jahres in diesem Genre ist.
Als Schmankerl hat man der normalen Version und der Limited Edition (mit DVD) ein unterschiedliches Cover-Artwork verpasst. Also genau hinschauen.
8,5/10 - RB


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