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THE ORDER
ROCKWOLF (47:15 min.)
DOCKYARD2 / SOULFOOD
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Soweit ich es vernommen habe, ist Fräulein Christine`s weltweiter Vertriebspartner vom Label Dockyard1 zusammengebrochen und es hat Unmengen an Kraft gekostet bis man in kürzester Zeit eine neue und bessere Verbindung einging. Gott sei Dank, denn sonst wäre dieses hervorragende, dritte Werk von The Order mit dem Sänger Gianni Pontillo, der so sehr nach Sammy Hagar klingt wie nur irgendwie möglich, vor die Hunde gegegangen. Und das wäre verflucht schade gewesen. Während der Opener "Sex, Drugs & Rock `n` Roll" in alter Van Halen-Manier (nur härter) durch die Boxen ballert, kann der nachfolgende Track "Love Ain`t A Game To Play" schon den ersten Höhepunkt verzeichnen. Geiler Party-Track. Aus der Schweiz stammen die vier Rocker (mit dabei, Bruno Spring-Gitarre, Andrej Abplanal-Bass und Tschibu Casciero-Drums) und gehören schon zu der Sorte Mucker wie Krokus, Gotthard oder Shakra, nur klingen diese Jungs frischer und haben wesentlich mehr Pfeffer im Sound. Da wird mal eben nicht, wie bei Gotthard, mit dem Kuschelsound der Hausfrau geliebäugelt. Der straighte Riffrocker "On And On" zeigt, welch Potential AC/DC haben könnten, wenn sie mit ihrer Resteverwertung mal fertig werden würden und wieder Hits schreiben. Zum Teil ruhiger geht es auf "Endlessly" ab, ein Track, der erst im Refrain seinen Bombast-Moment erfährt. Wieder klingen Van Halen mit Sammy Hagar durch, dass man meint, der Cabo Wabo-Man hätte nach seinem irritierendem Chickenfoot-Album wieder richtig Lust zu rocken. Die Gitarre von Bruno darf sich an dieser Stelle fett austoben. Dennoch legt man jederzeit großen Wert auf melodiöse Vocals und herrliche Backing-Chöre. Ich weiß nicht, wie oft der Song "Wild Boys" von Duran Duran schon als Cover-Track herhalten mußte, aber mit dieser Version kann man mehr als nur einen Blumentopf gewinnen. "Angels In Disguise" ist dann wieder ganz großes Melodic-Rock-Kino, wie es zu den 80er-Jahren zuhauf gab. Ein weiterer Riff-Bastard mit Gossenattitüde beschwört "Reorder The Disorder" herauf. Was kann ich noch sagen? Die Schweizer setzen mit dieser Metal-Hymne samt Mitgröhl-Refrain die Messlatte noch etwas höher. Wem bis jetzt noch zu wenig Abwechslung im Spiel war, wird an der rauen Ballade "This Song Is For You" seinen Spaß haben. Welch großartige Vocals! Wirklich, ein kostbares Album, das seinen Charme mit jeder weiteren Rotation festigt.
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9,5/10 - SBk
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