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CD-Reviews :: Index: 'L' :: LEAVES’ EYES

LEAVES’ EYES

NJORD (55:54 min.)

NAPALM / SPV
Was macht eine Band, die bereits zu Beginn ihrer Schaffensphase ein gutes Album veröffentlicht haben, welches die Fans richtig in Verzückung versetzt hat? Man lässt sich ein paar Jahre Zeit und…macht ein noch besseres Album. Opulenz und orchestrale Arrangements müssen es heutzutage wohl schon sein und viele Bands genreübergreifend haben es bereits vorgemacht. Im Bereich des Gothic Metal gehört es wohl zum guten Ton, dass man sich ein Orchester leistet, wobei der Name Lingua Mortis einigen ein Begriff sein wird und wahrscheinlich den Output von Rage auch zu Hause im Schrank stehen haben. „Vinland Saga“ war gestern, kommen wir zum neuen Meisterwerk, dass auf den Namen „Njord“ getauft wurde. Was auffällt und mir natürlich sehr gefällt, ist das Gesangszusammenspiel zwischen Liv und Alexander. Ich mag diesen Kontrast generell und wenn dieser Part stimmt, kann ein ganzes Album beflügeln. Eigentlich weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, denn „Njord“ ist ein komplex arrangiertes Album mit vielen Facetten und Entdeckungsmöglichkeiten, nicht nur wegen der orchestralen Elemente. ‘My Destiny‘ ist die bekannte Vorabsingle, die sicherlich den Mainstream bedient und geeignet ist, ein bisschen Kleingeld in die Kassen zu spülen, um die Produktionskosten wieder reinzuholen. Auch „Njord“ beschäftigt sich ohne konzeptionelles Korsett mit den nordischen Sagen und Mythen und lässt so viel Raum für Songvielfalt im Sinne von balladesken Stücken (bedingt ‘Take The Devil In Me‘ und ‘Irish Rain‘ sowie ‘Morgenland‘) und bombastischer Vollbedienung a la ‘Njord‘ und ‘Ragnarok‘. Dazu wartet Liv mit ihren Sprachkünsten auf und vollzieht die geografische Reise somit nach. Neben diesen klar zugeordneten Songs hat das Album noch einiges mehr zu bieten, so dass auch die eher metallisch orientierte Fraktion hier fündig wird. Wie ich es auch schon häufiger erlebt habe, gibt es dann noch einen Song, der das Albumspektrum versucht, zusammenzufassen und auf den Punkt zu bringen. Auch Leaves‘ Eyes haben sich des Themas angenommen und herausgekommen ist ‘Froya’s Theme‘, sozusagen der Referenzsong für den Anspieltipp, wobei diese Aussage bei weitem zu kurz greifen würde, denn ein Song alleine kann die Vielseitig- und -schichtigkeit nicht würdigen und würde den vielen guten Songs nicht gerecht. „Njord“ ist kein Konzeptalbum, aber ein thematisch orientiertes Album, in dem viel Kleinarbeit steckt und was als herausragend in diesem Genre bezeichnet werden muss. Weniger geht nicht.
9/10 - RB


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