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CD-Reviews :: Index: 'A' :: AUSTERE

AUSTERE

TO LAY LIKE OLD ASHES (54:51 min.)

EISENWALD / TWS
Während man noch über das einigermaßen stimmungsvolle Intro am Anfang und über dessen Sinn als Einstieg reflektiert, überrumpeln einen die Australier schon mit der ersten Bild-gewaltigen Soundwand, ein Doublebass-Sturm, der über eine bis auf das letzte Kraut ausradierte Wüstenlandschaft bei Nacht dahinschabt. Soweit so gut, monoton wirkt der eigentliche Opener noch nicht, Austere nutzen verschiedene Facetten und Tempi, um ihren Black Metal einigermaßen abwechslungsreich zu gestalten und lassen eine übelwollende, depressive und dabei warme Atmosphäre so dicht wie in einer Waschküche entstehen. An sich ist "To Lay Like Old Ashes" keine schlechte Sache, Midtempo macht sich gut, das Schlagzeug bemüht sich ohne Zweifel um Variationen. Doch weil man eben dabei bleibt – mittleres Tempo, Doublebass, ein einziges Riff, wird alles schnell vorhersehbar und langatmig. Auch was sich also derart transparent anfühlt, kann ja Charme besitzen, zumal die Ausführung des Ganzen durchaus Anerkennung findet, doch schnell ist klar, das ein Track wie der andere klingt, bezogen auf die regulären Songs zwei bis fünf, wie gesagt: Midtempo, Doublebass, ein Riff. Und selbst diese Hooklines ähneln sich sehr. Der Kontrastreichtum zwischen Stimme und Hintergrund wirkt, keine Frage. Warum aber dieser unsägliche Kreischgesang? Letztere bleibt ein monoton geheultes Etwas von vorne bis hinten, wenn man einmal von den cleanen Passagen absieht, die auf dieser Scheibe ebenso wenig überzeugen, weil der Zusammenhang fehlt. Auch wenn Leid und Verzweiflung eine Frage der Darstellung sind, wäre hier eine grundsätzliche Entscheidung fällig. Wo wir auch schon beim letzten Punkt wären, oder besser gesagt dem letzten Song, der nach dem recht gelungenen „Just For A Moment…“ gute 20 Minuten ohne jeden Spannungsbogen dahindümpelt und den unterdurchschnittlichen Gesamteindruck dessen, was wie ein misslungener Versuch einer Mischung aus Elend und Burzum wirkt, verstärkt. Möglicherweise sollte die Band den Weg einschlagen, den sie mit „Just For A Moment…“ verfolgt und nur auf gesungene Lyrics setzen, ich weiß es nicht. Schade um die gute Produktion. Mehr ist realistischerweise auch bei allem Kunstverständnis nicht drin.
4/10 - MG


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