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CD-Reviews :: Index: 'T' :: TRIBE

TRIBE

PRAY FOR CALM – NEED THE CHAOS (54:25 min.)

SAOL / H`ART
Man kann ja zu Myspace stehen wie man will. Mit Sicherheit steckt dahinter ein enormer kommerzieller Gedanke der Unterhaltungsindustrie, denn das Forum bietet doch eine relativ günstige Plattform der Öffentlichkeit neue Musik und Trends zu präsentieren. Aber natürlich offeriert Myspace auch eine Chance für kleinere, noch unbekannte Bands auf sich aufmerksam zu machen. Denn nirgendwo kann man heutzutage so viele Menschen erreichen wie über das Medium Internet. Und es gibt ja inzwischen schon genügend Beispiele von Bands, die sich online einen gewissen Namen erspielt haben. Auch die britischen Metaller Tribe haben diesen Weg gewählt und ihre Musik erst einmal über Myspace verbreitet, und dies sogar mit einigem Erfolg. Immerhin hat sich die Band in der Zwischenzeit über 35.000 Freunde/Fans erspielt. Nun war es an der Zeit auch das erste Album aufzunehmen und zu veröffentlichen. „Pray For Calm – Need The Chaos“ ist hierbei beileibe kein schlechtes Album geworden. Die Musik der Briten ist sehr variabel und abwechslungsreich ausgelegt und wechselt immer wieder sehr geschickt zwischen härteren Riffs und sehr melodischen Parts. Mit Hilfe eines Pianos und sogar einer Violine bringt man immer wieder etwas Abwechslung in die Songs. Dabei beweist die Band ein sehr gutes Händchen für gute und eingängige Melodien. Dies belegt der bärenstarke Opener „Head“, der mit tollen Riffs und sehr eingängigem Refrain begeistert. Und Ähnliches gilt auch für Songs wie „Ghost Ballet“, das mich nicht nur vom Namen her etwas an Savatage erinnert, auch musikalisch gibt es da ein paar Parallelen, die Powerballade „Catch Me“, das mit einem sehr griffigen und eingängigen Riff versehene „Havels Hurricane“, das aufgrund seiner Pianotöne sehr berührende „Bad Dreams“ oder das etwas komplexer und düster gestaltete „Sons Of Bukowski“. Die Musik von Tribe lässt sich nicht immer genau einordnen, was aber auch eine Stärke der Musik ist. Die Bandbreite reicht vom klassischen Hardrock über Melodic Metal und leichte Progeinflüsse bis hin zu Alternative Metal. Und irgendwie schafft es die Band diese verschiedenen Einflüsse sehr gut unter einen Hut zu bringen und durchwegs gute Kompositionen abzuliefern. Besonders erwähnen sollte man noch den sehr beeindruckenden Gesang von Sänger Paul Kettley, der über eine extrem variable Stimme verfügt und es schafft sowohl die ruhigen gefühlvollen Passagen als auch die etwas höher angelegten Screams überzeugend rüberzubringen. Insgesamt ein sehr gutes und selbstbewusstes Debütalbum einer Band, von der man in Zukunft mit Sicherheit noch etwas hören wird. Aufgeschlossenen Metallern sei dieses Album durchaus ans Herz gelegt.
8,5/10 - TE


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