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CD-Reviews :: FLASHBACK OF ....

FLASHBACK OF ANGER

SPLINTERS OF LIFE (54:16 min.)

LIMB / SPV
Melodischer Power Metal aus Italien weckt direkt eine gewisse Erwartungshaltung und lässt das Stempelkissen aufgehen. Doch Flashback Of Anger, die Mit „Splinters Of Life“ debütieren, können dem klassischen Abstempeln entgehen, denn sie verzichten einerseits auf kitschige Melodienorgien und wissen andererseits ihre Musik mit der nötigen Portion Härte zu würzen. Mit diesen Grundaussagen erscheint „Splinters Of Life“ gleich in einem anderen Licht, zumal auch die sonstigen Ingredienzien stimmen. Man weiß mit dem Tempo zu variieren und feuert mit ‘All I Have‘ aus allen Rohren, geht das Risiko, mit ‘Stars‘ und ‘A Void Within Me‘ eine Halbballade und eine Powerballade mit einem schönem Pianopart hintereinander zu setzen und legt mit ‘Outer World‘ noch in getragenes Gesangsstück obendrauf. Gut, die weiche Linie wird etwas überbetont, aber die Scheibe bietet dennoch genügend Kontraste, um Interesse zu wecken. Galoppierende Gitarren hoppeln durch ‘Back In The Nightmare‘ und Alessio Gori schwingt sich stimmlich in ungeahnte Höhen und klingt fast wie Michael Kiske zu seiner Zeit bei Helloween, wenn auch nicht ganz so sicher. Die Gitarrenfraktion hat ihren Job fest im Griff und wenn Alessi stimmlich nicht zu sehr nach oben geht, wirkt auch er sehr souverän und rundet das Gesamtbild ab. Die Progressive Schiene versucht man mit ‘Off With My Heart‘ auch etwas auszuloten, was auch gar nicht mal schlecht klingt und einen zusätzlich Reiz reinbringt. Dennoch würde ich das Sextett nicht mit diesem Genre vergleichen, geschweige denn dort „mit) einordnen wollen, denn dafür reichen die Ansätze nicht, sondern liefern nur eine zusätzliche Garnitur. Den Abschluss bildet quasi die Bandhymne, nach der man sich auch benannt hat. Hier hat man beim Komponieren alles gegeben und den Spannungsbogen ordentlich ausgereizt, so dass ‘Flashback Of Anger‘ Tempo und Melodie in Vielfalt beherbergt und dem Debüt einen würdigen und spannenden Abschluss beschert. So hat das Album einiges zu bieten und die Jungs beweisen, dass mit diesem Potenzial noch einiges möglich sein wird. Nicht nur zu diesem Debüt, sondern auch zum gelungenen Cover Artwork möchte ich daher gratulieren. Auf diesen Start darf man aufbauen und für die Zukunft hoffen.
7,5/10 - RB


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