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CD-Reviews :: Index: 'W' :: WERNER NADOLD ....

WERNER NADOLDY´S JANE

PROCEED WITH MEMORIES... (55:56 min.)

SAOL / H´ART
Obwohl Jane seit 1970 mit satten neunzehn Releases zu den bekannteren Rock-Acts Deutschlands gehören, gingen, bis auf ein paar Ausnahmen, ihre Veröffentlichungen an mir vorbei. 2007 verstarb Sänger Peter Panka und anstatt Blumen auf´s Grab, zollt Werner Nadolny, sein Weggefährte seit über dreißig Jahren, seinen Respekt musikalisch. Ich denke, dass dieses Werk nur zwei Meinungen zulassen wird: es zu lieben oder es zu hassen. Zuerst sei mal gesagt, daß die große Jutta Weinhold (ex-Zed Yago) und für mich eine der besten Sängerinnen hierzulande, das Album komplett belebt. Ohne ihren Beitrag könnte man "Proceed With Memories" als Pop-Schmonzette zum Verstauben in die Regale legen. Jutta hat Kraft, einen hohen Wiedererkennugswert und einfach eine geile Art zu singen. Ebenfalls an den Vocals Geff Harrison, der nicht nur optisch seit dreißig Jahren stehen geblieben ist, sondern auch noch wie ein veralterter Chris Norman singt. Rauchiger gehts nimmer. Das Material, sprich zehn Tracks, von denen "Tribute" in zwei Varianten erscheint, ist durch die Bank weg balladesk. Besser noch, alle Klangfarben und soundtechnischen Gimmicks stammen aus der Pop-Musik-Branche der 80er-Jahre und wurden mit der Hilfe eines alten Freundes, Ossy Pfeiffer, verzapft. Und genau an dieser Stelle liegt der berühmte Hase im Pfeffer. Die ganze Bandbreite, die damals Falco, Frank Duvall oder Mike Oldfield vor ca. 25 Jahren ausgeschöpft haben wird hier nochmal angewendet. Selbst die Keyboardklangfarben stammen mit Sicherheit aus einem DX7 oder einem Poly 800. Und damit alles kompatibel wirkt wurden die Balladen in simple Strickmuster gepackt. Wenn man trotzdem alles, so wie ich, als Ohrenschmaus empfindet, dann sicherlich aufgrund des Backgrounds mit ähnlicher Musik. Ja, ich kann viele Klischees der 80er-Jahre nicht leugnen und damals war ich nicht nur auf Metal gepolt. Großen Glanz verleiht "The One Outside", der einzige Track, der etwas mehr Gas gibt und dessen Keyboards an den Song "Una Notte Speciale" von Alice erinnert. Dafür gibt es aber fulminante Gitarren-Parts. Die Piano-Ballade "So So Long" mit dem Gospel-Backing-Chor ist ein weiteres Parade-Stück. Absolut innovativ und mega-cool. Und immer wieder thront die Stimme von Frau Weinhold über allem. Völlig überflüssig auf dieser Konserve ist der letzte Track "Peter`s Live Edit". Die Zwischeneinlage von Queen`s "We Will Rock You" ist wirklich peinlich. Also, es ist an der Zeit in Erinnerungen zu schwelgen. Dieses Album bitte kaufen.
8/10 - SBk


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