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CD-Reviews :: Index: 'F' :: FARTHER PAINT

FARTHER PAINT

LOSE CONTROL (42:46 min.)

LION MUSIC / H’ART
Dass MySpace eine große Plattform für Bands ist, ist hinreichend bekannt. Auch, dass es mittlerweile unabdingbar ist, sich dort zu präsentieren. Dies kann, insbesondere, wenn man noch kein Label gefunden hat, auch von Vorteil sein, wie man am Beispiel von Farther Paint sieht. Jetzt, mit Labelvertrag in der Tasche, kann es einen weiteren Schritt nach vorne gehen. Dieser ist das Debüt „Lose Control“, dass zwei für mich erwähnenswerte Besonderheiten beinhaltet. Zum einen Sängerin Monia Rossi. Nicht, weil hier eine Frau singt oder weil sie eine ganz besondere Stimme hat, sondern weil sich die Italiener progressive Musik auf die Fahnen geschrieben haben und die überwiegenden Bands hier einen Sänger am Mikro aufzuweisen haben. Zum anderen ist „Lose Control“ ein Album aus einem Guss, weil es ein Konzeptalbum ist und weil man dieses Vorhaben auch tatsächlich in die Tat umsetzen konnte. Zwar wirken Farther Paint mit ihrer Musik für mich nicht spektakulär und auch verkörpern sie nicht die härtere Gangart, die im Bereich Prog eingezogen ist, aber ihre Intention, mit ihrer Musik Gefühle zu vermitteln, Text und Gesang dieser Intention folgend in den Vordergrund zu stellen, ist aufgegangen. Trotz ihrer musikalischen Verliebtheit, die man dem Instrumentalanteil auf diesem Album entnehmen kann, verliert man sich nicht in Frickelei, sondern lässt die Musik eher fließen, tanzen und schweben. Die Band selbst beschreibt die Musik als ein Experiment ohne Erwartungshaltung, d. h. sie haben sich frei gemacht vom möglichen Druck von außen und ihr eigenes Ding durchgezogen. Hierauf fußt dann auch die Entscheidung, die Vocals mit einer weiblichen Stimme zu besetzen, sozusagen hat man damit auch einen Gegenpunkt zu den Gegebenheiten in diesem Genre gesetzt. Nun, ich denke, dass diese Beschreibung schon die Richtung für den interessierten Leser aufweist. Farther Paint werden sicherlich da Freunde finden können, die mit der Musik eher Gefühle in Verbindung bringen und ein etwas sanfteres Gemüt haben, auch wenn diese nicht unbedingt dem progressiven Lager zugeneigt sind. Und sie werden im progressiven Lager die ansprechen, die einem Experiment aufgeschlossen gegenüberstehen und den Prog mal von einer etwas anderen musikalischen Seite betrachten wollen. Es ist sicherlich nicht alles Gold was glänzt, aber Musik ist auch eine Art von Freiheit, so dass ich den Italienern diese zugute halte und mich hinsichtlich eines klaren Urteils zurückhalte. Warum? Man muss das Album für sich entdecken, gelingt es, wird man seinen Spaß daran haben. Versucht es also.
6,5/10 - RB


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