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CD-Reviews :: Index: 'A' :: AZMAVETH

AZMAVETH

STRONG AS DEATH (32:51 min.)

BOMBWORK / TWILIGHT
Azmaveth war der Sage nach einer der 30 Krieger König Davids. Mit der Information und diversen Danksagungen an Lord Jesus im Gepäck weiß man schon in etwa, dass die Reise nicht gerade simpel wird. Nur allzu gerne werden Mindermeinungen von Randgruppen selbst pro aktiv vorverurteilt, nach dem Motto: Du magst mich ja nur nicht weil… Offen gestanden ist es musikalisch rein egal wer woher kommt und ob man nun ein Stück Holz oder Al Bundys Socken anbetet oder für dieses und jenes verantwortlich macht. Vor ein paar hundert Jahren hätte man den fünf Puertoricanern wegen ihrer Interpretation des Sakralen unter dem Oberbegriff der Häresie ebenso Licht ans Rad gemacht und den Scheiterhaufen schon einmal vorgeheizt, wie für waschechte Teufelsanbeter. Den ganzen Zinnober kann man also gleich über Bord werfen, weil es eben der Rest ist, der nicht so ganz passt. Gleich zu Beginn wirkt nach dem Intro gerade der eigentliche Opener leidlich schwach auf der Brust und eher wie eine beliebige Aneinanderreihung von Riffs. Die Drums erweisen sich dazu als nicht besonders klopffest und hängen auch im weiteren Verlauf der Scheibe, insbesondere bei den schnellen 6/8-Parts, immer wieder hinterher, so dass es zu einem chaotischen Prasseln wird. Nicht viel anders ist es mit der Nummer vier, die nach einem von fünf (!) Zwischenspielen vergleichbar schwach kommt. Mit den zwei nächsten Tracks „Stigma From Hell“ und „The Dark Lust Of The Rotten Soul“ läuft sich die Chose endlich warm, und es präsentieren sich das erste Mal richtige Songs. Nach einem weiteren Stück und dem Outro ist aber auch schon Ende. Genau so, wie die Stigmata der Passionsmystik auch Selbstverletzungen oder einfach eine Form des Hautmilzbrands sein können handelt es sich im Grunde genommen bei diesem Zweitling trotz der relativ guten Produktion des zeitweise auffrischenden Extrem-Metal-Mix mit Boricua-Einflüssen nicht einmal um ein richtiges Album, allenfalls um eine aufgeplusterte EP. Die genannten Songs verhindern mit den übrigen vorhandenen Ansätzen gerade noch einen Totalausfall. Für Jäger und Sammler des Exotischen.
4/10 - MG


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