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CD-Reviews :: Index: 'L' :: LORD BELIAL

LORD BELIAL

THE BLACK CURSE (52:30 min.)

REGAIN / SOULFOOD
Wo Lord Belial ´drauf steht, ist auch Lord Belial ´drin. Und wo ad hoc die Puristen mahnend den Finger heben, weil die inverse Aureole sofort das Flackern kriegt, poliert die melodische Schwarzmetall-Fraktion anlässlich des achten Releases des schwedischen quasi-Familienunternehmens gerade die Pentagramme auf Hochglanz. Irgendwo zwischen Naglfar, Dimmu Borgir und Dissection angesiedelt, stellt Lord Belial inzwischen eine feste Größe des Melodic Black Metals dar, die mit einiger Routine für gute Releases im melodiösen Subgenre oder skandinavischen Black-Metal ganz allgemein bekannt ist. Etwas überraschend ist es indes, wenn nur etwa ein Jahr nach der Nummer sieben „Revelation – The 7th Seal“ schon der meiner Ansicht nach wieder etwas rauere Nachfolger in den Startlöchern steht. Grund genug, genau da hinzuhören, wo sicher keine Erwartungen der Fangemeinde enttäuscht sein wollen. Während der Opener geradezu ungewohnt aber gewollt disharmonisch daherkommt, hämmern und treiben Drums in bekannter Manier beim dritten Track „Sworn“ bereits wieder gepaart mit vertraut hymnischen Melodiebögen sauber gespielter Gitarrenparts im neuen alten düster-bedrohlichen Gewand durch die Anlage. Die unheiligen Predigten von Vokalist Anders sind dazu einfach ein Ohrenschmaus und bügeln gekonnt das Manko aus, dass auch perfekter Melodic Death Metal mit sich trägt: Hier und da ohne entsprechenden Frontman eine Spur zu brav und bei geringerer Gesamtbesetzung bisweilen langweilig zu sein. Klar, darüber brauchen sich Lord Belial keine Sorgen zu machen. Nur, an dem Punkt, wo eine Band es eigentlich nicht mehr schafft, überhaupt einen schlechten Longplayer hervorzubringen, wird schnell die Goldwaage ausgepackt und der Anspruch heraufgesetzt. So gelangt man zu der Ansicht, dass dieses Release höchstwahrscheinlich noch einen Tick weiter oben auf der Punkteskala einschlagen würde, wenn die schwedischen Lordschaften sich nach dem Vorgänger etwas mehr Zeit genommen hätten, die Songs für dieses Langeisen zusammenzuschmieden um dem ganzen noch etwas mehr Eigenständigkeit zu verleihen. Dennoch zweifelsohne ein starkes Album.
8,5/10 - MG


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