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CD-Reviews :: FACTORY OF DR ....

FACTORY OF DREAMS

POLES (47:06 min.)

PROCKROCK / SPV
Was aus dem Hause ProgRock kommt, muss nicht zwingend Progressive sein. Ein gutes Beispiel für diese Aussage ist das Projekt Factory Of Dreams, das mit seinem Album „Poles“ eine Symbiose aus Elektronik, Gothic und Prog erschaffen möchte. Doch wie klingt eine solche Symbiose? Zumindest im Fall von Factory Of Dreams setzt sie sich zusammen aus Jessica Lehtos angenehmer, glockenklarer und Wärme ausstrahlender Stimme, jederzeit Frau der Lage, weil sie in allen Passagen die Situation beherrscht, ruhig agiert und keine hektischen und schrillen Gesangseinlagen die Atmosphäre stören. Weiterer Bestandteil ist Hugo Flores, der, abgesehen Chris Brown am Fretless Bass, für alle Instrumente Verantwortung übernimmt und dabei mit seiner Gitarre und an den Drums nur an den erforderlichen Stellen eine gewisse Grundakustik, Härte oder/und Nuancierung einbringt (hört sich jetzt minimalistischer an als es ist). Sein Hauptaktionsradius, und daher auch die zuvor vorgenommene Beschreibung, die rein der Abgrenzung für diese Beschreibung geschuldet war, liegt bei der Keyboardarbeit. Seine Tastenklänge sind letztlich verantwortlich für die in jedem Song enthaltene Atmosphäre, geben die Struktur vor lassen die Songs quasi erst richtig entfalten. Um jetzt noch mal den Bogen zurück zum Drumming und dem Gitarreneinsatz zu schlagen kann man zusammenfassen, dass aufgrund des Gesamtkonzepts hier eine songdienliche Umsetzung der Instrumente erfolgte, es hat alles Hand und Fuß und konzeptionell wirken die Songs, als ob sie schweben und fließen. Angenehme Erkenntnis und wichtig zu erwähnen ist dabei, dass das akustische Ergebnis im Vordergrund stand und keine Keyboardwände den Sound zukleistern. Klar, das Album hat eine etwas ruhig gehaltene Grundausrichtung, vollzieht keine irren Tempowechsel oder verliert sich in akustisch ausartenden Parts, aber gerade das macht es so interessant und angenehm zu hören. Für ein Konzeptalbum kann man also keinen besseren Schluss finden als zu konstatieren, dass die musikalische Umsetzung gelungen ist.
7/10 - RB


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