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CLOUDSCAPE
GLOBAL DRAMA (67:04 min.)
GOLDEN CORE/ZYX / UNIVERSAL
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Manchmal ist es schon mit einer gewissen Spannung verbunden, wenn man die Entwicklung einer Band anhand ihrer Veröffentlichungen nachvollziehen kann und sich die Eindrücke jedes Mal etwas verschiebe. Anfänglich, dies betrifft ihr selbstbetiteltes Debüt, habe ich sie im Fahrwasser von Thunderstone gesehen, eher melodisch und symphonisch orientiert und stets darauf bedacht, keine großen Fehler zu machen, oder anders ausgedrückt, nicht zu viel zu wagen. Gut sechszehn Monate später stellte sich die Welt mit „Crimson Skies“ schon etwas anders dar, denn die Band ist gereift, das Songwriting zwingender und mitreißender und der Gesamteindruck ein Ergebnis von gewonnener Reife oder/und Selbstbewusstsein. Der dritte Streich hat zwei Jahre verstreichen lassen und lässt Cloudscape nochmals in einem anderen Licht erscheinen. Ihre Grundausrichtung der ersten beiden Alben ist nach wie vor vorhanden, sogar besser denn je, weil man in Sachen Songaufbau und musikalischem Verständnis weitere Steps vollzogen hat und den Songs zusätzliche Würze eingehaucht hat. Mittlerweile erkennt man auch die progressiven Wurzeln etwas deutlicher, bei den vorherigen Alben von mir noch nachhaltig bestritten. So ist „Global Drama“ verkürzt gesagt das Album, bei dem es die Mischung macht. ’Cloak & Daggers’ ist für mich der Hit auf dem Album, hier stimmt einfach alles, ’Paid In Blood’ hat einen recht harten Anstrich erhalten und steht stellvertretend für die generell härtere Ausrichtung der Band, Casper Andersons Bagpipes auf ’One Silent Moment’ für die vermehrten überraschenden Momente und guten Ideen, ’Fragile’ für das latent vorhandene Ausfallrisiko einer CD und ’Eyes Of Jealousy’ für die Auslebung der progressiven Ader. So kommen einige schwergewichtige Fakten zusammen, die bei der Bewertung dieser Scheibe eine gewisse Rechtserheblichkeit entfalten. Auch wenn die Luft nach oben dünner wird, Cloudscape hatten noch reichlich, aber der stetige Aufstieg wird auch mit „Global Drama“ fortgesetzt, was nach sechs Punkten für das Debüt und sieben für „Crimson Skies“ nun, den Zwischenschritten sei Dank, eineinhalb Punkte Zuwachs für die aktuelle Scheibe beschert. Proggies und Fans des melodischen Metals sei das Album angeraten.
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8,5/10 - RB
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