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CD-Reviews :: Index: 'L' :: LACRIMAS PROF ....

LACRIMAS PROFUNDERE

SONGS FOR THE LAST VIEW (44:12 min.)

44:12 / SPV
Ich bin (zum Glück) ein Teenie. Und ein weiblicher noch dazu! Fazit: ich hab voll und ganz das Recht, auf Lacrimas Profundere abzufahren. Aber (auch wieder: zum Glück!!!) gehöre ich nicht zu den Dingern, die kreischend vor der Bühne ausflippen und dann in Ohnmacht kippen, denn von denen dürften Lacrimas Profundere mehr als genug haben! In Frankreich und in Deutschland, in Mexiko und in der Schweiz und sonst überall, wo sie ihre Spuren hinterlassen haben. Und das, obwohl man ab jetzt auf Frontmann Christopher verzichten muss. Aber Lacrimas Profundere haben in Roberto Vitacca – oder kurz Rob – einen mehr als würdigen Ersatz gefunden, der optisch wie gesanglich passt und das Erfolgskonzept (vom Stil her gibt´s das, was GothicRock/Metal halt verspricht) der Bayern nicht sonderlich durcheinanderbringt. – Herzklopfen, das Piepen einer Herzmonitors, Gesprächsfetzen, Babygeschrei,... Nein, das ist kein Krankenhausbesuch, das ist das spannende Intro „The Last View“, dem dann auch gleich die Single „A pearl“ folgt. Hier können die Jungs noch nicht so ganz überzeugen, auch wenn der Song nur so drauflos rockt, vielleicht klingt er einfach etwas zu mainstream-mäßig, vielleicht ist die Melodie für die ersten paar Durchläufe nicht eingängig genug, so genau kann ich´s auch nicht sagen, woran es liegt. Rob´s Stimme erinnert stark an Christopher, klingt anfangs aber in den Tiefen etwas erzwungen. „The Shadow I Once Kissed“ macht den geneigten Hörer auch noch nicht wirklich glücklich. Die Frauenstimme im Background (die Rob wirklich nicht gebraucht hätte) schafft so eine Art Sonnenscheinstimmung, vielleicht aus einer Zahnpasta-Werbung (mit Zahnweiß-Lächeln!)... Aber ab da kann man sich vor Ohrwürmern, die sich ganz gemein in den Gehörgang wühlen, nicht mehr retten. „Veins“ nämlich legt düsterbombastisch los, Rob wechselt in eine angenehmere höhere Tonlage und das schafft diesen „Hach, ist der toll!“-Effekt. Und toll ist er wirklich! Bei „Dear Amy“ (Ja, „AMY“, nicht „Army“), einem rotzigrockigen Feger (persönlich mein Super-Favorit auf „Songs For The Last View“) wird Rob richtig dirty, er kommt schon fast bissig-böse rüber. Demgegenüber dann gleich „Dead Man“, das etwas an HIM, Reflexion & Co. erinnert. Hier wird unser Beau poppig, musicalmäßig. Lacrimas Profundere’s neuer Fronter ist variabel, das sieht... äh, hört man! Bleiben wir doch gleich bei „Dead Man“, einer sehr gefühlvollen, melancholischen Ballade, die von Streichern und Klavier lebt und doch nie kitschig wirkt. Genauso auch „Sacrificial Lamb“ und „And God´s Ocean” mit den verträumten Akustikgitarren am Anfang und Rob´s romantisch-rührendem Gesang. Kuschellieder von der Sorte, wo man sich im Bett verkriecht, den Blick in die Ferne schweifen lässt und sich die Seele aus dem Leib heult. Einfach nur Ooooh!!!! Wie gesagt: Romantik und Melancholie wie´s bei GothicMetal halt so sein soll. Aber Lacrimas Profundere versinken nie im Schmachtsumpf, sie beherrschen die Kunst, soviel Rock reinzubringen, dass Lieder, bei denen andere schon in den Schmalztopf gefallen wären, die richtige Balance erhalten. –
Bleiben noch der Top-Song „Suicide Sun“, „We Shouldn´t Be Here“, „Lullaby For A Weeping Girl“, „While“, das Piepen eines Herzmonitors… Huch, sind wir schon wieder am Ende??? Nun, Nikki Sixx wird wieder ins Leben entlassen (siehe Interview), aber meine Interpretation ist: Piepen am Anfang, Piepen am Ende, das ist als nahtloser Übergang für einen endlosen Durchgang gedacht, also sofort auf REPEAT! Lacrimas Profundere schaffen erneut ein super Werk aus Melancholie und Rock´n´ Roll, also Rock ´n´ Sad, und das nicht nur für einen Haufen kreischender, in Ohnmacht kippender Teenies...
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