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CD-Reviews :: Index: 'L' :: LOVEX

LOVEX

PRETEND OR SURRENDER (40:44 min.)

DRAKKAR / SONY BMG
Oh, wie sehr müssen Finnen doch leiden und lieben, dass die kühle Gegend hoch oben im Norden so geflutet ist von Bands wie HIM, Reflexion oder LOVEX!!!!!!!!! Ja, LOVEX! Wer sie noch nicht kennt: Gründung war im Herbst 2001, das Debüt „Divine Insanity“ verdiente sich Goldstatus in Finnland und schaffte es in Deutschland auf Platz 20, die Single „Guardian Angel“ auf Platz 21, als einflussgebende Bands werden Alice Cooper, Nightwish, Nickelback und System of a Down genannt und der Release des zweiten Silberlings war am 2. Mai. So, das wär´s zu den Fakten!
Fürs Cover haben sich die Jungs ja mächtig ins Zeug gelegt... und wie man auf der Homepage lesen kann: passend zum Bild soll auch der Rest heavier und aggressiver geraten sein... Bleibt bloss die Frage, wie sind Schmuserocker, wenn sie aggressiv sind?... Okay, etwas härter klingt der ganze Notensalat dann schon. „Ordinary Day“ legt rockig-frech los, etwas gewagter als die Songs der alten Scheibe auf alle Fälle. Ein nettes Keyboard-Solo, Flüsterparts,... ansonsten gibt´s das übliche: nette Riffs, filigran eingewebte Keyboardmelodien, emotionale Refrains und ein Gesang à la „Drama, Baby, Drama!!“. Nein, also nervig kann Theons Stimme schon werden...
Nicht schlecht sind Songs wie „If She´s Near“. Hier denkt man sich: „Machen die jetzt einen auf Bombast, oder was?“. Der Anfang ist düsterdramatisch und nightwishmäßig. Auch der verzerrte Gesang kommt nicht schlecht, saubere Gitarrenarbeit, auch positiv. Aber, Jungs, bleibt halt dabei!!!
Zwar kann man sich noch an „Turn“ erfreuen, der electromässige Anfang hat Power auf der Mauer, aber die finnisch-verzweifelte Melancholie wandelt sich schnell in einen Sunny-Boy-Optimismus, man setzt auf Romantik, obwohl der Anfang doch so schön heavy war.
Als Single hat man sich „Take A Shot“ ausgesucht, der Refrain mit dem gerufen „Shot“ im Call & Response-Schema ist gar nicht mal so schlecht, aber der stärkste Song auf der Scheibe ist er nicht.
Mit der ersten Hälfte kann man ja noch zufrieden sein, aber dann gibt es mit „Different Light“ schon die erste Ballade, und wie befürchtet folgt dem netten „Writings On A Wall“ die erste Streicher-Piano-Akustikgitarren-Ballade, Schmusefeeling pur. Eine Rockballade à la HIM & Friends. Wird allen Finnen die gleiche Gefühlspalette eingeimpft???
Auch „My Isolation“ und „Rid of me“ sind eher 0815, vielleicht würde sich ja ein Ohrwurm daraus entwickeln, wenn man die Songs nur oft genug anhört. Aber dazu fehlt mir – ganz ehrlich – die Lust! Okay, bei „My Isolation“ gibt´s ein nettes Gitarrensolo, sauber! Und zwischen den Schmuse-Schmalz hat man noch „Belong To No One“ gesetzt, damit der Hörer nicht einschlummert. Hier gibt´s dann (im Verhältnis zum Rest) Heavyness, dicke Riffs, überstürzte Streicher. Die Stimme ist etwas komisch zusammengemixt, vielleicht soll das dirty klingen, hört sich aber nicht einmal schlecht an.
Tja, abschließend bleibt zu sagen: für Fans von Schmusemetal okay, LOVEX sind halt eine Band unter vielen, die zwar ein Händchen für nette Melodien haben und an sich vielleicht wirklich top wären, wenn sie aber nicht so nach bereits Dagewesenem klingen würden. Vielleicht liegt es an meinem mit der Zeit härter gewordenen Musikgeschmack, aber das Böse-Image bringen die Jungs nicht wirklich rüber, sie sind halt eine Teenieband (mit Teenies mein ich alles, was jünger ist als ich!!!) Wer neuen und vor allem harten Stoff braucht, der lasse die Finger von Theon & Co. und lege sich, wenn er etwas Romantisches braucht, eine alte HIM-Scheibe ein!
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