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CD-Reviews :: Index: 'T' :: TEXTURES

TEXTURES

SILHOUETTES (47:27 min.)

LISTENABLE / SOULFOOD
Unsere Nachbarn mit den vielen Grachten erinnern mit ihrem Bandnamen und dem Titel ihres neuen Albums an eine Progressive-Formation. So zumindest meine erste Vermutung beim Blick auf das Cover. Doch kaum erklingt der Opener, bin ich mir meiner Sache gar nicht mehr so sicher, denn man hat mit ’Old Days Born Anew’ anscheinend einen Thrash-Hammer an den Anfang gestellt, der das Fürchten lehren soll. Doch so falsch scheine ich dann doch nicht gelegen zu haben, denn der Song erhält eine atmosphärische Klangfarbe und man fährt die aggressive Einstellung zurück. ’The Sun’s Architect’ zeigt mir dann durch sein Wechselspiel zwischen harten und den dagegen gesetzten, eher ruhigen Passagen den Weg, denn Textures lassen sich nicht einfach in ein Schema pressen, sondern bestimmen selbst die Richtung und machen völlig ungeniert mal die eine, mal die andere Schublade auf, würzen mit den extremen Spielarten des Metal und nehmen sich dennoch immer wieder zurück, um erneut Anlauf zu nehmen und eine weitere Überraschung aus dem Hut zu zaubern. Man betrachtet den Metal als das, was er eigentlich auch sein sollte, als ganzheitliche Spielwiese, die einem alle Möglichkeiten offen lässt, wenn man in der Lage ist, diese auch im Rahmen eines stimmigen Songwritings zusammenzufügen. Letztlich ist das Stilelement nebensächlich, einzig und allein das Ergebnis, der Ausdruck dessen, was geschaffen werden sollte, steht im Vordergrund. Wen interessiert, ob man aus ’Awake’ eine lupenreine Ballade hätte machen können oder ob der gerade in diesem Augenblick stattfindende Stimmungswechsel nicht eine Spur zu hart oder extrem ausgefallen ist. Klar, man muss sich darauf einlassen und immer darauf gefasst sein, dass harte Riffs einen abrupten Spurwechsel ankündigen oder schräge Rhythmen einen schier verzweifeln lassen. Mit Eric Kalsbeek am Mikro hat man dann auch noch den Mann an Bord, der seine Stimme variabel den Stimmungen der Songpassagen einzusetzen weiß und mit seiner Aggressivität zusätzlich nach vorne schiebt, während er in den cleanen Gesangspassagen eine enorme Stimmungsvielfalt darbietet.
Es heißt ja immer so schön, dass das dritte Album den weiteren Weg der Band bestimmen wird. Geht es dabei nach mir, würde „Silhouettes“ für die sechsköpfige Band einige Türen öffnen. Dieses Album muss man gehört haben!
9/10 - RB


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