Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

CD-Reviews :: Index: 'E' :: END OF GREEN

END OF GREEN

SONGS FOR A DYING WORLD (53:40 min.)

SILVERDUST / SPV
Erst kürzlich erlebte ich die Stuttgarter von End Of Green im Rahmen ihrer Gastspielreise mit den einheimischen Doom-Heroes Mirror Of Deception im nahegelegenen Metal-Pub ´Mysteria´ in Recklinghausen, wo sie sich auf der wahrscheinlich kleinsten Bühne der Welt als ausgesprochen geile Live-Band entpuppten und auch Material ihres nunmehr vorliegenden dritten Albums "Songs For A Dying World" vorstellten. Hierauf präsentiert sich das Quintett als äußerst vielseitiges Songwriter-Team, denn Uptempo-Alternative-Rock-Kracher ("Motor") sind ebenso vertreten wie überlange, fantastische Slow-Motion-Orgien ("I Hate", mit anfänglichen Peter Steele-Gedächtnis-Vocals), melodische Doom-Rocker ("Astrobastard", denkt jemand bei der Strophe auch an Black Sabbath und deren geniale Eingabe "A National Acrobat"?), atmosphärisch tieftraurige Goth-Metal-Sequenzen ("Mirror") oder gar punkige Rock-Eruptionen ("Everywhere"). Mitunter setzen sich einzelne Tracks aus grundlegend verschiedenen Motiven zusammen, ohne jedoch den homogenen Leitfaden zu verlieren, so besteht "Only One" aus einer Type O Negative-mäßigen Strophe und einem nach vorne peitschenden grungigen Chorus, um zum Ende hin komplett umzuschlagen und in der verträumten Atmosphäre der letzten Anathema-Werke zu schwelgen. Allgemein kennzeichnend sind bei "Songs For A Dying World" die düstere Grundstimmung, das kompakte, auf den Punkt zielende Songwriting, die ausdrucksstarken, melancholischen Vocals von Michael Huber, der sicherlich in seinem Bereich zu den Top-Leuten des einheimischen Genres zu zählen ist sowie ein manchmal etwas übertriebenes Maß an Pathos, man höre als Beispiel das triefende Selbstmitleid in "Death In Veins". Als überflüssig erachte ich hingegen die Type O-Coverversion "Black No. 1", die vor Monaten auch auf einem Tribute-Sampler verwurstet wurde und für mein Empfinden einfach viel zu eng am Original verweilt (und dass Shouter Micha dem guten Brooklyn-Peter stimmlich nahe kommen kann, haben wir ja schon bei "I Hate" gehört:)). Die neun End Of Green-Eigenkompositionen belegen allerdings, dass wir es hier mit einem absolut überzeugenden Album zu tun haben, welches der Band verdiente Aufmerksamkeit und etliche neue Fans bescheren sollte.
8/10 - CL


[ Zurück zum Index: 'E' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler