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CD-Reviews :: Index: 'A' :: AUDREY HORNE

AUDREY HORNE

LE FOL ( min.)

INDIE RECORDINGS / SPV
Bei Audrey Horne (benannt nach einer Twin Peaks Figur) handelt es sich um eine norwegische Band; die sich hauptsächlich aus Mitgliedern der Bands Enslaved und Gorgoroth zusammensetzt. Wer jetzt aber eine Mischung aus Black und Pagan Metal erwartet liegt meilenweit daneben, denn mit dem ursprünglichen Sounds dieser Bands hat Audrey Horne rein gar nichts zu tun. Audrey Horne spielen auf ihrem zweiten Album eher zeitlosen Alternative Rock/Metal, der noch am ehesten an Bands wie Faith No More, Alice in Chains oder aber auch Spiritual Beggars erinnert, aber erfrischend klischee- und trendfrei rüberkommt. Aber auch dies ist nur ein kleiner Ansatzpunkt, denn Audrey Horne sind durchaus bemüht eigenständig zu klingen und einen eigenen Sound zu kreieren, und verarbeiten in ihrer Musik gekonnt Einflüsse aus so verschiedenen Bereichen wie Hardrock, Grunge oder auch 70`s Sounds. Heraus gekommen ist dabei ein Album, das es schafft einen von Anfang bis zum Ende zu fesseln. Das Album hat eine so unglaubliche Dichte an tollen Ideen, Riffs und Harmonien, dass es einen wirklich schwer fällt einen Song herauszupicken.
Stellvertretend seien hier mal Songs wie der recht rockige Opener „Last Chance For A Serenade“, der sowohl über ein packendes Riffs als auch einen einprägsamen Chorus verfügt, der Überhit „Threshold“, der gekonnt zwischen ruhigen und härteren Passagen wechselt und mit passenden Hammondorgelklängen versehen wurde, oder das ziemlich geniale und auch härter angelegte „I Wish You Hell“ erwähnt. Diese Songs sind sowohl abwechslungsreich und ideenvoll arrangiert und zeigen deutlich was für ein Potential in dieser Band steckt und was möglich ist, wenn man sich in keine Schublade stecken lässt und fernab aller Musiktrends einfach genau die Musik kreiert, die einem vorschwebt. Ein weitere Beleg dafür sind Songs wie „Bright Light“, das sich ohne Vorwarnung von einem Moment auf dem Nächsten von einer ruhigen, von streicherartigen Keyboardklängen getragenen Ballade, in einen harten Metal-Song verwandelt, der noch am ehesten an die eigentlichen Hauptbands der Musiker erinnert, oder auch der letzte Track, „So Long, Euphoria“, der eine deutliche Spiritual Beggars Breitseite aufweist, oder auch das Rockdisco taugliche „Hell Hath No Fury“, die einfach alle über die nötige Klasse verfügen und sich bereits nach zwei, drei Durchgängen einprägen. Schon mit ihrem ersten Album konnte die Band auf sich aufmerksam machen und gewann in ihrer Heimat den Spellemannspriser (so etwas wie der Norwegische Grammy) als bester Metal-Act. und auch das zweite Album ist in der norwegischen Heimat (wo es bereits im August 2007 erschienen ist) bereits mit sehr guten Kritiken gelobt wurden und stieg auf Anhieb in die Top 20 ein. Man darf gespannt sein ob Audrey Horne im Rest von Europa ähnliches erreichen werden. Verdient hätten sie es mit diesem starken Album allemal. So ein starkes Rockalbum habe ich lange nicht mehr gehört.
9/10 - TE


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