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CD-Reviews :: Index: 'A' :: ARCTURUS

ARCTURUS

THE SHAM MIRRORS (43:20 min.)

PROPHECY / SONY
"Expect The Unexpected" heißt es so schön im beiliegenden Info der Plattenfirma. Nun war man von Arcturus immer ein hohes Maß an Experimentierfreudigkeit gewohnt, doch "The Sham Mirrors" legt drei Jahre, nachdem mit "Disguised Masters" das letzte Lebenszeichen der Band erschien, diesbezüglich noch eins oben drauf. Alleine "Nightmare Heaven" macht die unglaubliche stilistische Bandbreite, die Arcturus mit diesem Album mehr als je zuvor an den Tag legen, mehr als deutlich. Musikalische Grenzen scheinen für Arcturus nicht existent, im Gegenteil: fast hat man das Gefühl, diese Grenzen fordern das kreative Potential alle beteiligten Musiker erst recht heraus, um sich in neue Sphären des Ideenreichtums zu katapultieren. Als kleinster gemeinsamer Nenner des künstlerischen Schaffens fungiert ohne Frage immer noch Heavy Metal, doch von Arcturus "nur" als Metal-Band zu sprechen, wäre eine Beleidigung des spieltechnischen und kompositorischen Verständnisses innerhalb der Band. Rasend schnelle Parts wechseln sich ab mit progressiven Passagen, die jeder Prog Metal-Band zur Ehre reichen würden, und über allem thront der extrem melodische Gesang von Trickster G.Rex. So, und nicht anders, muß der Heavy Metal für das neue Millenium klingen. Widerspruch zwecklos.
9/10 - MK


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