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CD-Reviews :: Index: 'M' :: MIND´S EYE

MIND´S EYE

A GENTLEMAN´S HURRICANE (74:42 min.)

LION MUSIC / ROUGH TRADE
Ich mag mich täuschen, aber Mind’s Eye dürften für Lion Music so etwas wie das Aushängeschild sein, denn die Löwen haben – zumindest im Bereich Progressive –sicherlich die eine oder andere nicht ganz so schlechte Progband am Start, aber die musikalische Qualität der drei Schweden dürfte alle anderen unter Vertrag stehenden Bands in den Schatten stellen.
Leider ist mir „Walking On H2O“ aus dem letzten Jahr entgangen, sicherlich ein kleiner Fauxpas, den ich schleunigst wieder ausbügeln muss. Immerhin hat dieses Album reichlich gute Kritiken abgestaubt, so dass ich auf „A Gentleman’s Hurricane“ richtig gespannt war. Man hat sich wieder an ein Konzeptalbum herangewagt, wobei es auch die hier verarbeitete Story in sich hat. Hauptdarsteller dieser Story ist Adam, ein dreiundfünfzigjähriger Top-Attentäter, der in einer Kirche Zuflucht und Antworten sucht, wobei innerhalb von sieben Tagen zwölf Morde und seine seelischen Abgründe aufgearbeitet werden müssen, denn der letzte Job wartet, während die Zeit unaufhörlich verrinnt, noch auf Erledigung…
So hat der Albumeinstieg mit ’Praying For Confession’ schon etwas von einem Thriller, denn die musikalisch Untermalung derartiger Genre-Filme ist vielfach ähnlich angelegt. Nach diesem Einstieg stehen die Nackenhaare schon einmal hoch und man kann genussvoll in die Story eintauchen. Bei der musikalischen Umsetzung hatte ich eher mit einer düsteren Atmosphäre gerechnet, doch man geht mit einer erfrischenden Dynamik zu Werke, ohne es an Härte, verproggter Verspieltheit, kleiner technischer Raffinessen oder Melodien fehlen zu lassen. Trotz der konzeptionellen Vorgabe ist es dennoch gelungen, ein in sich zusammenhängendes Album so abwechslungsreich zu gestalten, dass die jeweiligen Songs so unterschiedlich variieren, dass sie auch für sich alleine stehen könnten. Mind’s Eye haben es so geschafft, unterschiedliche Stimmungen in die Songs zu integrieren, ohne die Ausleuchtung der düsteren Abgründe insgesamt in eine beklemmende Atmosphäre zu versetzen. Nach dieser teils furiosen und mitreißenden Fahrt mündet das Konzept in einem furiosen Finale namens ’Pandora’s Musical Box’, bei dem die Instrumente sich duellierend, virtuos herausgestellt oder zu Klangteppichen anschwellend perfekt arrangiert operieren dürfen und einen würdigen Abgang zelebrieren.
Inwieweit „A Gentleman’s Hurricane“ mit „Operation: Mindcrime“ von Queensrÿche zu vergleichen ist, möchte ich gerne euch überlassen. Ich halte das Konzept für absolut gelungen und bin von dem Album der Schweden begeistert. Unbedingt Zeit mitbringen und reinhören.
Das Album gibt es auch in einer sehr aufgewerteten Ausstattung in Form eines Triple Packs mit CD, Making-Of DVD und Comic. Hier gibt es nähere Infos zur Story.
10/10 - RB


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