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CD-Reviews :: Index: 'E' :: EISHEILIG

EISHEILIG

AUF DEM WEG IN DEINE WELT (49:00 min.)

DRAKKAR / SONY BMG
Sie spielten zwei Jahre nach ihrer Gründung bereits auf dem WGT 2000, wurden die „Best Band Without Record Deal“ und bekamen sogar ein Tourangebot von Oomph! Kaum vorstellbar, dass diese Band sich anfangs am Punk orientieren wollte...
Ja, die Rede ist von den Dark Rockern Eisheilig, die diese Tage ihr viertes Werk vorgelegt haben. War „Elysium“ noch saftig brachial und verzweifelt düster, steht die neue Scheibe im Zeichen des Aufbruchs und der Hoffnung. Eröffnet wird „Auf dem Weg in deine Welt“ mit dem aufbauenden „Wir leben“. Sind die Strophen noch verhältnismäßig ruhig, ist der Refrain ungemein bewegt und bewegend. Die Weihnachtsglöckchen (jaa,...auch wenn´s lustig klingt!) knüpfen dabei an alte Eisheilig-Stücke an. Für die neue Seite steht die überall geschickt eingeflochtene Hammondorgel, genauso wie die 70er-Jahre Riffs in u.a. „Steht auf!“, ein weiterer fetziger Song, dessen Aussage ist, endlich einmal was zu tun anstatt immer nur herumzujammern. Um Besagtes zu untermauern, ist der Refrain mit aufmunternden Pianoläufen unterlegt. Die allzeit herrschende Negativ-Stimmung unserer heutigen Gesellschaft drückt Dennis wohl mit seinem – diesmal ausnahmsweise – tiefen Gesang aus. Leider geht der Refrain nicht ganz so schnell ins Ohr, aber „Steht auf!“ hört man sowieso gern öfter an.
Wie bereits erwähnt singt Dennis auf der neuen Scheibe größtenteils höher und weicher, aber dennoch sehr gefühlvoll und glaubhaft. Am schönsten beweisen dies die Balladen, zum Beispiel das mit Streichern unterlegte „Dunkelste Stunde“, ein echtes Kuschellied, tröstend und sanft mit einer verträumten Atmosphäre, von der man sich gern davontragen lässt. Auch „Wird alles gut“ ist angenehm ruhig und hat durch die Akustikgitarren das Potential, bei Hörern außerhalb der Szene außerordentlich gut anzukommen.
Etwas rockiger fällt „Ich halte dich aus“, ein sicherer Ohrwurm. Textlich ist dieser Song im Gegensatz zu früheren religiös-metaphernreichen Lyrics relativ leicht zu verstehen, wie so ziemlich alle Songs auf dem neuen Album. Überhaupt scheint das einzige Lied mit dem Thema Glauben der Schluss „Geh durchs Feuer“ zu sein, der mit Abstand auch das metal- hafteste Stück ist. Düstere, gedrückte Stimmung, heavy Riffs und Dennis diesmal extrem tiefer Gesang schaffen etwas Bedrohliches, und dennoch wirkt der Song zum Ende hin freundlicher. Für die rockige Seite Eisheiligs das perfekte Aushängeschild! Weitere Rocker sind zum einen „Dein Stern“, der anfangs durch die gezupfte Gitarre fast etwas an österreicherische Alpenfreuden erinnert, was aber auch – genauso wie zeitweilige Backgroundstimmen, Streicher oder die verschiedene Gitarrenspieltechnik – die Verspieltheit beweist, mit dem „Auf dem Weg in deine Welt“ aufgenommen wurde. Auch hier ist der Refrain wieder hoffnungsbringend und angenehm romantisch, ohne aber zu verschmust zu wirken. Zum anderen ist noch der Titel-Track zu nennen, ein Stück, dass einen durch marschierende Drums, getragene Streicher und den gekonnten Wechsel von nachdenklich-melancholisch in sehnsüchtig-verträumt nicht mehr so schnell loslässt. „Auf dem Weg in deine Welt“ beinhaltet jede Menge kleiner Ohrwürmer und das Konzept „sanft, aber trotzdem rockig, hoffnungsvoll, aber nicht übertrieben euphorisch“ ist hier gekonnt umgesetzt worden!
Insgesamt kann man zusammenfassen, dass Eisheilig mit der neuen Scheibe die Düsternis der kommenden Herbsttage gekonnt erwärmen und erhellen werden. Eisheilig-Fans sei gesagt: Es „Wird alles gut“, das neue Album ist echt „Gold“ und „Auf dem Weg in...“ eurer CD-Player!
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