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CD-Reviews :: Index: 'K' :: KAIPA

KAIPA

ANGLING FEELINGS (64:22 min.)

INSIDE OUT / SPV
Witzig anmutende gezeichnete Cover scheinen schwer angesagt zu sein, auch Kaipa haben sich dieser Form bedient und lassen damit passenderweise ein wenig Retro-Feeling aufkommen. Das gleichnamige Debüt erschien bereits 1975 und vier Alben sowie sieben Jahre später war das Kapitel Kaipa erst mal geschlossen, bis man sich zwanzig Jahre später mit „Notes From The Past“ wieder zurückmeldete und nun mit „Angling Feelings“ das neunte Album vorlegt. Interessanterweise hat sich Hans Lundin seines langjährigen Weggefährten Roine Stolt entledigt und so entsteht echte Neugierde, wie die neuen Kaipa denn so klingen. Ihre progressive Musik hat einen mittelschweren Folkrock-Einschlag, wodurch sich Kaipa gut von der sonstigen progressiven Zunft absetzen können und bei mir einen Bonuspunkt bekommen, denn klanglich hat ihre Musik etwas erfrischendes und meine Ohren finden schnell Gefallen an den klanglichen Besonderheiten, den die Schweden hier auffahren. Hans Lundin steht sicherlich nicht für eine begnadete Gesangsstimme, weiß aber mit seinem Keyboard umzugehen mit seinen Tastenklängen schöne Akzente zu setzen. An Stelle von Stolt hat man Scar Symmetry Gitarrist Per Nilsson an Bord gehievt, der sich gut in das Gesamtgefüge einpasst und den von Lundin gewünschten Kaipa-Geist verstanden hat, darüber hinaus aber mit kleinen Highlights seine Berufung mehr als rechtfertigt und man Lundin für diesen Besetzungswechsel geradezu beglückwünschen kann. Ansonsten wirken Kaipa auf mich, als ob sie sich mit Pop und Mainstream etwas anbiedern wollen, denn Songs wie ’Pulsation’ oder das panflötenflairverströmende und etwas schräg durchzogene ’Path Of Humbleness’ können nicht zünden. Leider wirkt Aleena Gibson wie ein Fremdkörper, denn obwohl sie krampfhaft versucht, mit ihrer Stimme in rockige Tonlagen vorzustoßen, klappt sie regelmäßig vorher weg und stürzt ab. Und damit bin ich im doppelten Sinne auch am Ende meiner Kritik angekommen. Kaipa haben sich einerseits befreit und wieder zu sich selbst gefunden, eine gewisse Frischzellenkur kann man ihnen bescheinigen. Und mit dem Titeltrack haben sie für mich auch ein herausragendes Stück auf das Album gebracht, was sinngemäß für die neuen Kaipa steht, auch wenn das Niveau nicht über das Album gehalten werden kann. Dennoch darf ich Lundin zu seinem Mut und Schritt beglückwünschen. Wenn er jetzt mit Aleena Gibson noch Gesangsunterricht nehmen würde...
7/10 - RB


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