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CD-Reviews :: Index: 'D' :: DEVIN TOWNSEN ....

DEVIN TOWNSEND

ZILTOID THE OMNISCIENT (53:50 min.)

INSIDEOUT / SPV
Devin Townsend steht als Inbegriff für leicht zu konsumierende, den Zeitgeist treffende Musik und wird in allen Radiostationen, bei MTV und sonst wo rauf und runter gespielt. Wie, ihr glaubt mir kein Wort? Ihr sehnt euch nach den alten Zeiten von Strapping Young Lad zurück und habt hinsichtlich der derzeitigen Entwicklung bei Devin Townsend die Orientierung verloren. Alles irgendwie richtig, scheint mir, denn Devin Townsend polarisiert, denn seine Form der Kreativität ist sicherlich einigen zu abgedreht. Soweit sind auch genug der Worte als Einleitung zu „Ziltoid The Omniscient“, denn hier tobt sich der Meister nach Lust und Laune aus.
Erwähnt sei, dass Ziltoid als Wesen oder Puppe dafür steht, was wir als Wunsch in uns tragen. Über die Darstellung auf dem Cover mag man geteilter Auffassung sein, aber letztlich steht Ziltoid für Devins Botschaft, unser Innerstes mal nach außen zu kehren und unsere Gedanken, Vorstellungen, Wünsche oderwasweißichwaswirnochsoallesmitunsherumtragen in die Realität zu entlassen und nicht nur als wandelnder Wirt unserer Vorstellungen oder ähnliches zu fungieren. Diese elfteilige Botschaft hat Townsend in musikalisch in etwas verpackt, was er selbst als „Infinity Metal“ bezeichnet und letztlich eine Mischung aus SYL und seiner Band ist, die durch seine verknüpfende Erzählstimme in ein Gefüge gepresst, dass unterschiedlicher nicht sein könnte. Ich würde seine musikalische Wandlung mal als Achterbahnfahrt bezeichnen, denn er pendelt zwischen monotonen Klängen und sanfter Stimme und forcierenden Drums (die übrigens am Computer entworfen wurden), mächtigen Gitarren und derbem Gesang, wobei auch da der Grundrhythmus die Monotonie nicht ganz verlässt, insgesamt aber zu einer Eingängigkeit führt, die man aufgrund der Wandlung zwischen den Extremen nicht vermuten würde. Was soll ich also abschließend zu einem Album sagen, dass nicht besser zu Devin Townsend passen würde? Diese reinrassige Soloscheibe verkörpert den Meister, seine Ideen, die in ihm wohnende Kreativität sowie Ausdrucksform höchstpersönlich, er weiß den roten Faden durchzuziehen und auch wenn einige dieses Album als total abgedreht bezeichnen würden, es hat Hand, Fuß und Struktur, setzt sich im Ohr fest und hat sogar die unterschwellige Botschaft, dass sich einem alles erschließen muss, aber nicht unbedingt „Ziltoid The Omniscient“. Ob man die Scheibe bei einer Tasse Kaffee genießen sollte? Vielleicht gar keine so schlechte Idee, denn wer weiß, wann Ziltoid uns beehrt und uns unserer Kaffeebohnen beraubt, damit sein Raumschiff angetrieben werden kann...
9/10 - RB


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